Hidrológiai Közlöny 1934 (14. évfolyam)
W. Lászlóffy dr.: Die Wasserführung der Ungarischen Donau
114 Dr. W. Lászlóffy Der Fluss entsteht in kaum 1000 m Höhe im Schwarzwald. Die linkseitige Wasserscheide zieht sich der Kammlinie des Juragebirges entlang allmählich fallend bis zum Ludwigskanal, wo sie nur 425 m hoch liegt. Von da ab folgen höhere Gebirgszüge, die jedoch das 1051 m hohe Fichtelgebirge ausgenommen, 1000 m nicht übersteigen. Im Böhmerwald (Cseh Erdő), 2 hebt sich die Wasserscheide auf 1452 m, fällt aber in den Mährisch-Böhmischen Grenzgebirgen (Cseh-morva határhegység) wieder unter 1000 m und erreicht nicht einmal am Altvater (1490 m) in Schlesien 1500 m. Nun folgt der markante Zug der Karpaten, bestehend aus: West-Beskiden (Nyugati Beszkidek), Hohe Tátra, Waldkarpaten, (Erdős Kárpátok), Ost-Beskiden (Keleti Beszkidek) und Máramaroser Schneegebirge. Die Kammlinie liegt hier mit Ausnahme einiger kürzerer Abschnitte — so besonders des niedrigen Zuges der Waldkarpaten — kaum unter 2000 m; die Franz Josef Spitze in der Hohen Tátra (2663 m) grenzt schon an die Region des ewigen Schnees. Nächst des Ursprunsgebietes der Tisza verlässt die Wasserscheide den Karpatenzug, fällt bald unter 500 m und setzt sich am Rande der grossen Russischen Ebene zwischen Pruth und Dnyester bezw. Kunduk, — die sich schon ins Schwarze Meer ergiessen — im 200 m hohen Bessarabischen Hochland (Besszarábiai fennsík) fort, um endlich im Deltagebiet gänzlich zu verschwinden. Die rechtseitige, südliche Wasserscheide steht im scharfen Gegensatz zur linkseitigen. Sie erhebt sich aus einer verhältnismässig geringen Höhenlage nächst des Bodensees bald in die Höhe der Alpen und zieht sich über die Rhätischen- (Réti), Bernina-, Ötztalerund Zillertaler-Alpen in ungefähr 3000 m Höhe dahin. Ihren Höchstpunkt erreicht sie in den Bernina-Alpen bei 4054 m. Die allgemeine Höhenlage sinkt — abgesehen von einigen Pässen, deren tiefster der Brenner-Pass ist (1362 m) — nicht unter die Grenze der ewigen Schneeregion. In den anschliessenden Karnischen- und JulischenAlpen tritt schon ein kleiner Höhenverlust ein. die Wasserscheide läuft hier kaum über 2000 m. Nach einem abermaligen Vorstoss auf 2864 m — im Triglav — folgt sie dann einer rasch neigenden Linie. Im Karst nächst Laibach fällt sie sogar unter 1000 m. Die Kammlinie der Grossen und Kleinen Kapella bewegt sich auf 1000—1500 m und führt stetig aufwärtsstrebend über die Dinarischen Alpen zu den 2000 m überragenden Spitzen der Nordalbanischen Alpen 2 In Klammern sind die in ungarischer Sprache angegebenen Anschriften der Abbildungen angeführt.