Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)

Kessler Hubert: Die Aggteleker Höhle: ein 20 km langes unterirdisches Entwässerungssystem

Die Aggteleker Höhle: ein 20 km langes unterirdisches Entwässerungssystem 91 weitergegangen um die Höhle beim hosszuszóer Eingang zu verlassen, doch hätte ich mich dann bei den Tschechen wegen „verbotener Grenz-über­schreitung" zu verantworten gehabt. Es blieb also nichts anderes übrig, als denselben Weg wieder zurückgehen und beim Aggteleker Eingang das nasse unterirdische Reich zu verlassen. Die Forschung wurde jedoch noch nicht abgebrochen, sondern der grosse Einsturz im „Retekág" in Angriff genommen. Es gelang den Ein­sturz zu überklettern und unter dem Gewölbe der Höhle jenseits wieder in den Gang hinunter, zum verlassenen Wasserlauf gelangen. Das trockene Bett war mit Schotter belegt, den das Wasser mitschwemmte. Mitunter erweiterte sich der Gang zu Sälen von 50 — 60 m Höhe und Breite mit Tropfsteinsäulen die die Gebilde der bekannten Höhle an Prächtigkeit und Grösse weit übertreffen. Dieser Gang, der gleich ver­messen wurde, erreichte eine Länge von 101.2 m und endet unter einer oberirdischen Wasserschwinde („Ravaszlyuk") die das Wasser mehrerer Täler der Höhle zuführt. Eine Färbung des Wassers bei den unterirdischen Schwinden der Höhle und Beobachtung der Quellen bei .lósvafő konnte wegen der gerin­gen fliessenden Wassermenge nicht mehr vorgenommen werden, doch wurde festgestellt, dass die Quellen in den drei Tagen, während denen wir dem Höhlenbach schnelleren Abfluss gaben, bedeutend ergiebiger waren. Der Zusammenhang ist also jedenfalls festgestellt, doch ist die Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass die Quellen noch bis jetzt unbekann­ten unterirdischen Zufluss erhalten. Hierüber wäre Näheres durch kombinierte Chlorierung nach Kyrles Methode zu erfahren. Eindeutig wurde festgestellt durch die Forschungen, dass das Aggteleker Höhlensystem ein riesiges Entwässerungsrohr von über 20 kilometer Gesamtlänge ferner dass sämtliche Wässer oberirdischen Ursprunges sind und zwar entstammten die Wassermenge dem Nieder­schlag bei Hosszuszó, Kecső, Aggtelek und Jósvafő, der durch 2 Seen und 5 Wasserschwinden der Höhle zugeführt wird. HiJrologiai kCzlSny XII. 6

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