Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)

Schréter Zoltán dr.: Az egri vízvezeték hévvízű ártézi kútja

Az egri vízvezeték liévvizű artézi kútja 85 Thermerigruppe von Eger gelegentlich der Erdbeben wiederholt an die Oberfläche brachten. 1 Da das aus 49 in gewonnene Wasser beständig etwas trüb blieb, wurde die Bohrung bis 60.74 m fortgesetzt, bis in den paläozoischen Quarzit, aus dem das Thermalwasser nunmehr vollkommen klar heraus­stieg. Der obere Abschnitt, aus dem der rötliche Schlamm in das Wasser gelangte, wurde abgesperrt. Der gegenwärtige Ertrag des artesischen Brunnens beträgt un­gefähr 8000 m 3 in 24 Stunden, dieses Quantum Hesse sich aber etwas vergrössern, da das Wasser jetzt einen Gegendruck zu überwinden hat. Zum Vergleich ikann erwähnt werden, dass der artesische Brunnen im Budapester Városliget (Stadtwäldchen) nach der Verlängerung der Rohre 990 m 3 lieferte. Die Bohrung N° I. von Hajdúszoboszló ergiebt 2304 m 3, die Bohrtherme auf der Margit- (Margarethen-) Insel in Buda­pest in einer Höhe von 0.632 m über dem Gelände 5680 m 3 in 24 Stunden. Zurzeit ist also die Bohrtherme von Eger der wasserreichste artesische Brunnen Ungarns. Die Temperatur der Bohrtherme von Eger wurde zuerst mit 32.3" C, später mit 31.5° C bestimmt. Die chemische Analyse fand das Wasser besonders im abgekühlten Zustand zum Trinken geeignet, der Zusammensetzung nach gehört es zu den mittelharten Wassern. Als die Wasserleitung in Betrieb gesetzt wurde, zeigten sich Spuren eines eisenschüssigen Niederschlages. Die neuerliche chemische Analyse stellte fest, dass das Wasser Schwefel­oxysulphid (COS) in absorbiertem Zustand enthält. Zur Eliminierung der daraus sich bildenden agressiven Kohlensäure wurde die Halvor­Breda'sche Einrichtung verwendet. Das in die Leitung gelangende Wasser ist heute tadellos. Die artesische Bohrung blieb — wie dies voraus zu sehen war — nicht ohne Einfluss auf die benachbarten Thermen von Eger, namentlich anfangs, solange das aufsteigende Thermalwasser noch nicht gefasst war. Sie setzte vor allem den Ertrag derselben herab und verminderte die Temperatur einiger Quellen um etwa 1 0 C. Nach erfolgter Fassung der artesischen Therme und Einschaltung derselben in die Wasserleitung stieg der Ertrag der Quellen wieder praktisch bis zum alten Mass und auch die ursprüngliche Temperatur kehrte zurück. Die artesische Bohrung hatte auch zur Folge, dass eine oder die andere Quelle der Thermen­gruppe zeitweise einen rötlichgelben Schlamm heraufbrachte. Diese Er­scheinung hörte aber nach der Fassung der Bohrtherme wieder auf. 1 Siehe: Schréter Z.: Über das Erdbeben vom Jänner 1925 von Eger (Erlau). Föld­tani Közlöny, Band LV., pag. 274, Budapest 1925.

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