Hidrológiai Közlöny 1932 (12. évfolyam)

Lászlóffy B. Woldemár: Das Tisza- (Theiss-) Tal

206 Woldemár Lászlóffy-Böhtn Die auf sanitärem Gebiet erzielten Erfolge müssen als ganz her­vorragend bezeichnet werden. Die Hochwasserschutzvorkehrungen haben dieses Gebiet von der Malariaplage vollkommen befreit. Laut Bericht der Bodrogközer Genossenschaft ist der Perzentsatz der miasmatischen Er­krankungen von 40 % vor der Regelung auf 0.001 % gesunken! Das Ge­meinde-Gesundheitsamt zu Szeged hatte in seinem Tätigkeitsbereich seit 20—22 Jahren keinen Malariafall zu verzeichnen. Die bedeutende Steigerung der Einwohnerdichte und der Ausbau des Verkehrsnetzes ist ebenfalls den Regelungen zuzuschreiben. Eine diesbezügliche Beweisführung liesse sich allerdings nur durch den Ver­gleich mit anderen, für den Hochwasserschutz nicht in Frage kommen­den Gebieten anstellen, was aber zu weit führen würde. Immerhin soll erwähnt werden, dass im 4260 ha umfassenden Wir­kungsbereich der Alcsi-Tenyőer Genossenschaft, wo früher überhaupt keine Gehöfte anzutreffen waren, heute schon 3000 solcher zu finden sind. Durch das ehemalige Ecseder-Moorgebiet führen heute schon 3 Lokalbahnen und die vormals versumpften Gegenden sind von Bahnlinien und Strassen durchzogen. F) Das Karpatenbecken vom Gesichtspunkte j des Hochwasserschutzes. Nachdem wir uns der Leistungen der Vergangenheit und deren Erfolge erinnert haben, sollen noch einige Zeilen der heutigen wasser­wirtschaftlichen Lage des Tiszabeckens gewidmet werden. Um aber diese Frage richtig beurteilen zu können, müssen auch die ausserhalb der Wasserscheiden des eigentlichen Tiszatales liegenden Gebiete, also das ganze Karpatenbecken der Betrachtung unterzogen werden. Ein Blick auf das Gewässersystem führt uns zur Erkenntnis der alleinstehenden geographischen und hydrographischen Einheit dieses Beckens. Entlang der Wasserläufe und durch die Verkehrslinien der Täller gelangten forstwirtschaftliche- und Bergbauprodukte der Gebirgs­gegend in reicher Fülle ins Herz des Landes, von wo aus wieder land­wirtschaftliche Schätze dem Gebirge zuwanderten. Dieses, von der Na­tur aus zur Selbstversorgung bestimmte Becken bot das Bild einer voll-, kommenen wirtschaftlichen Einheit, trotz des hinderlichen Einflusses, der für die Entwickelung der einheimischen Industrie, im gemeinsamen Zoll­gebiet mit dem weitaus industrialisierterem Österreich lag. Auf diesem Gebiete, welches 1000 Jahre hindurch Schauplatz schwerer, für das Wohl des Westens gefochtenen Kämpfe des Ungarntums war, konnte es nur eine einheitliche politische Herrschaft ermöglichen, dass das grossartige Werk, welches vom Begründer des ungarischen Wasserbaudienstes, Jenő

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