Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
86 Tihamér Gedeon Zur Ergänzung bringe ich hier noch einige hydrologische Daten, die zwar nicht mit dem beschriebenen Gebiet zusammenhängen, aber Erwähnung verdienen. Die Brunnen des Flachlandes, welches das Vértes-Gebirge gegen Südost und Süd begrenzt, (Badacsonymajor, Felsőmajor) sind in pleistozänen Schichten und Schotter gegraben, unterhalb deren pontischer Ton als wasserspendende Schichten fungiert. Der auf diesem Gebiet, am Nordrand der Ortschaft Zámoly, 200 m östlich von der Landstrasse gebohrte artesische Brunnen verdient erwähnt zu werden. Hier unternahm die Budapestvidéki-Kőszénbánya Aktien Gesellschaft eine Schürfungsbohrung auf Kohle (vom V. bis X. 1928). 1 1 Aus dem zwischen 30.7—43.8 m durch bohrten, feinkörnigen, bläulichgrauen Schwimmsand stieg kaltes Wasser in einer Menge von cca 100 Minutenliter, das nach dem Verrohren auf 50 Minutenliter sank und in dieser Menge bis zum Abschluss der Bohrung unverändert weiterfloss. Zwischen 216.3—222.0 m strömte CO» Gas aus der Bohrung, mit eisenhältigem Wasser, dessen Menge anfänglich 20—30 Minutenliter betrug, durch die Verrohrung jedoch grösstenteils unterdrück wurde. Zwischen 268.0—270.5 brach aus grauem Sand abermals Kohlensäuregas hervor, das durch die unverdichteten Stellen der Futterrohrkolonne während der ganzen Dauer der Bohrungsarbeiten in das Loch hineinströmte. Während der Arbeiten, solange das Spülwasser im Loch beständig ausgetauscht wurde, konnte das Gas keinen höcheren Druck erreichen. Sobald aber das Spülwasser einige Stunden hindurch im Loch stehen blieb, und hiernach die Arbeit wieder aufgenommen wurde, schleuderte die Kohlensäure das Wasser 6 — 8 m in die höche (was im COa-Gas einem Druck von 28—30 Atm. entspricht). In der Bohrung von Zámoly kann also nicht vom Hervorbrechen eines Kohlensäurehältigen Wassers, sondern von einer CO2 Gasexhalation die Rede sein, da die Menge des herausfliessenden Wassers, nicht zunahm. 1-' Das Gas war in pontischen Schichten aufgestappelt. Das Unternehmen hätte den artesischen Brunnen der über kein gutes Trinkwasser verfügenden Gemeinde gegen den Abkauf der Futterrohre unentgeltlich überlassen, da aber die Gemeinde hierzu nicht geneigt war, wurden die Rohre heraufgeholt, wobei sich die Bohrung verstopfte. Am westlichen Saum des Vértes-Gebirges wird der Dolomit auf einen Gebiet von etwa 2,2 km 2 von eozänem Kalkstein bedeckt. Dieser 1 1 Für die frdl. Überlassung der hydrologischen Daten dieser Bohrung danke ich Herrn Bergwerksdirektor Johann Liposits bestens. 1 2 Dem Kohlensäurevorkommen von Zámoly am nächsten gelegen sind: der Säuerling von Moha (18 km), die Quellen von Székesfehérvár (20 km) die aus den pontischen Schichten schwach Kohlensäurehältiges Wasser liefern, u. zw. jene des Árpád-Bades aus 122—160 m, jene der Fellmayer'schen Fabrik aus 152 m Tiefe.