Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

• Hidrologische Beobachtungen aus dem südöstlichen Teil des Vértesgebirge ° 3 gab. Das von der Oberfläche hereinsickernde, oxygenhältige Niederschlags­wasser durchdringt die Kalksteinschicht und ergibt nach der Oxydation des Pyrits Schwefelsäure, die sich mit dem Kalkgehalt des Wassers und des Tones verbindet und als Qips auskristallisiert. Dieser Gips bildet in der obersten Oxydationszone des grauen, pyritführenden Tones überall eine 8—12 cm mächtige Schicht. 1st der bläulichgraue Ton nur durch eine dünne Hangendschicht bedeckt, oder wird er aufgeschlossen, dann wird der Ton gelb, der Pyrit verwandelt sich in Limonit. Diese gelbe Tonschicht grenzt sich nicht scharf gegen die bläulichgraue ab, sie dringen gegenseitig in einander hinein. Im Verlauf der Limonitisierung entsteht auch der Hauptbestandteil des Alauns: das Aluminiumsulfat, dem der verwitterte Ton seinen süss­lichen, zusammenziehenden Geschmack verdankt. 4FeSOi + 2HSS04 + 2AhOs +H2O+O2 2Fe203.3H 20-f 2A1 2(S04)8 Dass im Laufe der Verwitterung tatsächlich Ferrosulfat entsteht, wird dadurch bewiesen, dass auf dem grauen Ton der Halde bei trocke­nem Wetter ein seidenglänzendes Salz zur Efflorescenz gelangt, das die Zusammensetzung des Ferroaluminiumsulfats: FeAl ( S 04)í.24 H2O be­sitzt, mineralogisch also dem Halotrichit entspricht. Die Menge des in der Schichtenserie sich beständig bildenden Alu­miniumsulfats ist dort, wo der graue Ton bedeckt ist, so gering, dass sie nicht ausreicht, dem durchsickernden Wasser einen süsslichen Ge­schmack zu verleihen. Eine intensivere Alaunbildung kann erst nach dem Aufschliessen des grauen Tons erfolgen. Die Entstehung von alaun­hältigem Wasser und Bitterwasser ist nach den Feststellungen von Prof. Aladár Vendl 1 0 immer an bläulichen, pyrithältigen Ton gebunden. Die Ausdehnung des Sammelgebietes beträgt im Gránás—Bagoly­berger Becken 0.5 km 2, es ist behufs Wassergewinnung nicht aufge­schlossen. Zur Anlage eines Brunnens wäre an der Nordseite des Szarvas­tető ein Punkt in 210 m abs. Höhe am geeignetsten. An der Südseite des Gémhegy befindet sich das Bauxitbecken von Hosszúharasztos, dessen Hangendes durch die Fornaer Schichtenserie gebildet wird und bei einem ganz ähnlichen Aufbau, wie in dem bereits besprochenen Becken der Weingärten von Gánt, ein selbständiges kleines Wassersammeigebiet (0.3 km 2) bildet. Als Wasserspeicher dient die sehr zerklüftete, doppelte Kalksteinbank, aus der in einer Höhe von 233 m ü. d. M. der 6 m tiefe Bárány-Brunnen sein Wasser gewinnt Dieser Brun­nen enthält nur bis zur Mitte des Sommers Wasser. Mit dem Fortschritt 1 0 A. Liffa: A jászkarajenői „Mira" keserűvízforrás, Hidrológiai Közlöny, Jahrg. 3, pag. 57 (1923). R. Hojnos: Az unyi ásványvízforrás, Hidrológiai Közlöny, Jahrg. 3 pag. 42 (1923). 6*

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