Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)
Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből
Hydrologische Beobachtungen aus dem südöstlichen Teil des Vértesgebirge. Von: Tihamér Gedeon. 50 Km südwestlich von Budapest zieht sich das Vértesgebirge hin, dessen südöstlicher Teil zweierlei Wassersammeigebiete einschliesst. Im südöstlichen Teil des Vértesgebirges — in der Umgebung von Gánt — lassen sich zwei verschiedene Wassersammei-Gebiete unterscheiden. Das eine ist das Wassersystem des Trias-Hauptdolomits, der das Grundgebirge aufbaut, das andere ist das Wasserspeicher-Gebiet der mit tertiären — Eocän-, Oligocän- und Pannonischen — Schichten ausgefüllten Becken. I. Der Dolomit, welcher das Grundgebirge aufbaut und ein grosses Gebiet bedeckt, endigt am südlichen Gebirgsrande, 500 m nordwestlich von der Wegkreuzung Zámoly — Gánt und Csákvár — Csákberény, unter den Weinbergen von Zámoly, 155 — 158 m über dem Meeresspiegel an der Oberfläche. Das in der Dolomitmasse des Vértesgebirges aufgespeicherte Wasser bricht an dieser tiefsten oberflächlichen Austrittsstelle des Dolomits in der Gestalt von Quellen hervor. Diese sogenannten Zámolyer Quellen entspringen am südöstlichen Fusse des Gránáser Berges einem 35X50 m messenden, nahezu rechteckigen, in Löss eingeschnittenen Gebiet. Sie sind zwar nicht eingefasst, doch ist das fast zentral angelegte, 8 m breite, runde Sammel (Bade-) Becken, sowie der Ausbau zweier benachbarten Quellen zu Schöpfbecken noch ein Überbleibsel der Türkenzeit. Das Wasser bricht auf dem verhältnismässig kleinen Gebiet aus 8 starken und zahlreichen kleinen Quellen an die Oberfläche und fliesst als wasserreicher Bach in der Richtung auf Zámoly, gegen Siid-Südost ab. (Abbildung 1.) Durch das Aufbruchsgebiet der Quellen verläuft eine Verwerfung in der Richtung von 343°—42° unter dem Neigungswinkel von 73°. Die Quellen 1 No. 1 ,2, 7, 8 entspringen südlich von der Verwerfung, die Quellen No. 4, 5, 6 dagegen in der Verwerfungslinie. Der Wasserspiegel der Quellen liegt 155 m ü. d. M. •Nummerierune der Quellen nach Fig. 1.