Hidrológiai Közlöny 1931 (11. évfolyam)

Gedeon Tihamér: Hidrológiai megfigyelések a Vértes-hegység délkeleti részéből

Die Grundwässer von Szeced und Umgebung vom hygienischen Gesichtspunkt 69 von hydrologischen, wie auch — beim Studium der Lebensumstände nied­riger pflanzlicher und tierischer Organismen — von botanischen und zoo­logischen Gesichtspunkt verwertet werden konnten. Zur leichteren Übersicht habe ich sämtlichen Ergebnisse meiner Untersuchungen in Tabellen zusammengestellt, u. zw. enthält Tabelle I die Angaben bezüglich der in Szeged, Tabelle II. bezüglich der in der Umgegend von Szeged befindlichen Brunnen. Bei der Durchsicht der Tabellen fällt zunächst der Unterschied in die Augen, der sich in Bezug auf den Kalzium-, Magnesium- und Sal­petersäure-Gehalt, sowie auf den Härtegrad der Grundwasser inner- und man den Einfluss der Verunreinigung des Bodens auf die Härte der Grund­wässer in Betracht zieht. Hier haben wir es mit den seit Jahrhunderten ausserhalb der Stadt Szeged offenbart. Dies erscheint aber natürlich, wenn und — in Ermanglung einer Kanalisation — auch heute und weiter infi­zierten Boden einer uralten Stadt zu tun. In diesem Stadtteil verwandeln die offenen Kanäle der Abwässer an einzelnen Stellen die oberflächliche­ren Bodenschichten der Gassen und Höfe in einer Morast und infizieren sie mit ihren Zersetzungsprodukten, durch die sie auch einen grossen Teil der sonst unlöslichen Kalk- und Magnesie-Salze des Bodens in lösliche Verbindungen verwandeln. Der rezenten Infektion entsprechend, zeigen die Wässer der innerhalb der Stadt befindlichen Brunnen ausnahmslos einen ausserordentlich hohen Bakteriengehalt und von 19 untersuchten Wässern konnte in 8 auch das gewönliche Darmbakterium — Bacterium coli commune — nachgewiesen werden, als Zeichen dafür dass Senk­gruben und Aborte ihre schädlichen Stoffe an die Brunnen weitergeben. Dementsprechend sind die auf dem Gebiet der Stadt Szeged befind­lichen Brunnen den fisikalischen, chemischen und bakteriologischen Eigen­schaften ihres Wassers zufolge ohne Ausnahme sogar für die Zwecke des häuslichen Gebrauches im weiteren Sinne als ungeeignet, ja in Anbe­tracht der Infektions Möglichkeiten sogar als gefährlich zu bezeichnen. Auf den gleichen Weg, auf dem das gewöhnliche Darmbakterium in das Wasser einzelner Brunnen gelangen konnte, kam um im Falle von Epide­mien auch der betreffende Exkrementen dorthin gelangen wodurch das Wasser zur Verbreitung der Epidemien beitragen kann. Wie oben erwähnt, fand ich in den auf den Wänden der Gebäude zur Effloreszenz gelangten Salzen zwar in verschiedenem Verhältniss vermischt, aber stets Salzpeter, Soda, Kochsalz und Natriumsulfat vor. Diese Salze sind gleichfalls in verschiedenen Verhältnissen vermischte, aber beständige Komponenten auch der im Gebiet von Szeged anzutref­fenden Grundwässer. Es ist demnach umzweifelhaft, dass auch bei der Entstehung der Effloreszenzen auf den Mauern der Wohnungen diese Grundwässer die Hauptrolle spielen. In Szeged stehen die aus Ziegeln

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