Hidrológiai Közlöny 1929 (9. évfolyam)
Strömpl Gábor dr.: Légi fényképek a geológiai és hidrológiai kutatás szolgálatában - Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés. 1929. – Titkári jelentés
ÜBER DIE GESCHICHTE DER TIEFBOHRUNG VON LILLAFÜRED. 179 Wärmegrad und von vielen anderen Faktoren ab. Die Lösung dieser Frage ist die Aufgabe der Chemiker. Den tektonischen Aufbau desBükkGebirges in Betracht ziehend, stellen wir uns die Entstehung des Kalktuffes entweder aus warmen, alkalischen Wässern, oder aus heissen, kohlensäurehaltigen Wässern vor, wir können aber die Bildung des Kalktuffes, der Erbsensteine, der Kristall-Reihen, die von Tropfstein umhüllt sind und den Mangel an Fossilien keinesfalls dem kalten, karstw asserh a 11i gen Szinva-Bach zuschreiben. Aber machen wir mit der Hilfe der Tektonik einen weiteren Schritt. Warum ist in der Bohrung, an der tektonisch zetrümmerten Grenze des Kalkes und des Schiefers so viel Pyrit vorhanden, als wir es in den wasserhaltigen Schichten anderer heisswarmer Quellen finden? Warum sind auf der unteren, kalktuffhaltigen Strecke des S z i n v a - T a le s die Spalten der Gesteine mit kristallinischen Dolomit, mit kristallinischen, romboederförmigen (siehe Fig. 9.), radial faserigen, isländischen spatähnlichen, in roten Ton gebetteten Kalcit ausgefüllt? Warum sind die Gesteine dieser Kalkschuppe in gewissen Zonen auch anderswo in kristallinisches Pulver umgewandelt, warum schauen sie aus, wie wenn sie ausgelaugt wären, warum sitzt Pyrit in den Spalten? Warum ist in dem liegenden Dolomit eine, in die Richtung der tektonischen Linie ziehende, ausgelaugte, senkrechte Höhle? Endlich, warum und wie entstanden die wunderbaren Auslaugungen der innen und oben abgesperrten Hohlräume der Szt, István-(Hl, Stephan) Höhle neben dem Bohrloche, wo der auslaugende Faktor, von unten nach oben wirkend, oben versperrte Hohlräume zustande bringen konnte und sogar solche Formen, die darauf hinweisen, dass das durch die Spalten, Risse aufströmende Lösungsmittel auf ein Hinderniss stossend nicht weiterschreiten konnte und deshalb einen gewölbten Hohlraum auslaugen und zurückströmend ausgebreiteten Finger gleich, den Kalk auswaschen musste;von dem Hohlraum herausgeraten, flosses nicht wasserähnlich nach unten: sein spezifisches Gewicht war von solcher Natur, dass es nicht in die Tiefe, sondern nach oben seinen Weg suchte und so den Kalk fingerartig ausgelaugt hatte (Fig. 6.). Wer einmal die Grundnische des ersten grossen Saales von der Szt. István-Höhle und die anderen konkaven Auslaugungen an den Stellen, wo das Lösungsmittel den weiteren Weg versperrt fand, gesehen hat, oder wer die Fumarolen der Kalkberge von Monterotondo (Toscana) gesehen, oder sie sich wenigstens vorstellen kann, wird auch hier an die lösende Wirkung von Dampf und Gasexhalationen denken. Die Fingerabdrücke imitierenden Auslaugungsspuren der rechts liegenden tiefsten Nische von der SzeletaHöhle sind an den senkrechten Wänden, wo sie durch Tropfsteine noch nicht überzogen sind, ähnlich denen, die an dem Kalksteinstück zu sehen sind, welches ich von Italien, undzwar von der Gegend mitgebracht habe, wo weit 12*