Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

138 FR. SCHAFARZIK hajdúszoboszlóer Tiefbohrung gewährt, wird uns vollkommen bloss dann ver­ständlich, wenn wir uns vorerst mit den physikalischen Verhält­nissen der Tiefbohrung vertraut gemacht haben. In den Kreis dieser letzteren gehören vor allem die petrographische Beschaffenheit der durchbohrten Bil­dungen, das in ihren Schichten enthaltene Wasser, dessen Auftrieb und seine hohe Temperatur, seine chemische Zusammensetzung, sowie in deren Bereiche das Auftreten des Kochsalzes, der Soda, das Erscheinen vom Jod und dem Brom, vom Asphalt, dem Methan und endlich dem Stickstoff. Die Grundlage der nun folgenden Betrachtungen bildet das bis zur Tiefe von 1090-87 herabreichende Bohrprofil, dessen Entwurf dem kön. Obering. GUSZTÁV FALLER und dem ihm zugeteilten technischen Hilfspersonale verdankt werden kann. Im Ganzen wurden 262 Schichten durchbohrt, wobei sofort bemerkt werden mag, dass unter ihnen die Ton- und Sandschichten auf den ersten Blick als dominierend zu erkennen sind, während alles übrige untergeordnet erscheint. Der T o n ist zumeist grau, mitunter jedoch blau, oder grün, jedoch auch dunkel, bis schwarz. Einzelne Tonschichten erhalten ihre dunkle Farbe von kleinen Asphalt-Knötchen (113" 10 m) oder anderweitigen, bloss glühend entzündlichen Kohlenwasserstoffen (339'40 m). Der eigentliche Ton fühlt sich mild an, ist mit Wasser geknetet plastisch und flüssigen und gasförmigen Kör­pern gegenüber impermeabel. Der Sand dagegen besteht aus zumeist 010—0'12 mm messenden, matt abgewetzten oder eventuell durch Salzlösungen geätzten Quarzkörnern und daneben einigen weissen Glimmerblättchen. Ander­weitige Mineral-Relikte dagegen sind ziemlich selten. Im Ganzen gewinnt man den Eindruck, dass es sich hier an diesem Orte um die wiederholte Umlagerung vom Sandsteinmaterial der NO-lichen Beskiden und des Nagybá­nya-Nagyvárad-er Gebirges (Krist. Stöcke und neogene Deckschichten) handelt. Zwischen den Tonen und den Sanden gibt es zahlreiche Übergänge, die einer­seits als sandige Tone, andererseits als tonige Sande aufzufassen sind. Die Tonschichten sind überwiegend und ihre Zahl verhält sich zu jener der Sand­steinschichten, wie 5:1. Die Ton und Sandschichten alternieren zwar dicht miteinander, im grossen Ganzen ist ihre Verteilung dennoch eine derartige, dass die mittlere Abteilung des Aufschlusses zwischen 375—900 m an Ton­schichten reicher ist, sowohl als die oberen, als auch die unteren Partieen, besonders zwischen 900 und 1090'87 m. Diese letztere ist im ganzen Auf­schluss die an Sandlagern reichste. In der ganzen Serie fällt den Sanden die leitende Rolle zu, da eben sie ihrer Permeabilität zufolge geeignet sind, tropfbar flüssige und gasartige Körper in sich aufzunehmen. Die Wasser und Gas abschliessenden Tonlager dagegen zeigen ein mehr oder weniger passives Verhalten. Die ganze Schichtenreihe gehört dem Ponticum an, indem die durch den Freifallbohrer arg zertrümmerten Conchylienreste von dem tiefsten Hori­zonte (1080—1000 m) an, bis zu den obersten Regionen (z. B. 151'00 m) zumeist aus Limnocardien und Congerienarten angehörigen Resten bestehen.

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