Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban
132 A. VENDL westlichen Teilen äusserst viel Eisenoxyde (Eisenhydroxyde). Die Menge des Eisenerzes überwiegt sogar an einzelnen Stellen ähnlich den Vorkommen im Gebirge von Velence, zwischen den Csekély- und den Csúcsos-Kuppen. Die Aufschlüsse in den Steinbrüchen SW-lich vom Gipfel des SzárhegyBerges zeugen deutlich, dass aus einigen Thermen besonders Eisen- und Manganverbindungen zum Absatz gelangt sind, wohingegen die Kieselsäureabscheidungen bloss eine geringe Rolle gespielt haben. An diesen Punkten beobachtet man heute an der Oberfläche ein etwas Mangan-führendes Eisenerz, mutmasslich grösstenteils von limonitischer Zusammensetzung. Schwache Eisenerze von demselben Typus kommen auch im Gebirge von Velence, und zwar am Csekély-Berge vor. Auf Grund der angeführten Analogien dürfen wir folgendes feststellen: Hier, am Somlyó und am Szárhegy-Berge haben wir ein verkleinertes Bild der im Gebirge von Velence in grösserem Massstab auftretenden Thermalspuren von Thermen vor Augen. L. LÓCZY senior hat am Somlyó auch Aragonit beobachtet. 9 Im Gefolge der Tätigkeit der Thermen ist eine Aragonitbildung schon bei etwas minder hoher Temperatur sehr plausibel. Ich selbst aber konnte das von L. LÓCZY erwähnte Vorkommen nicht auffinden. Es ist vielleicht abgebaut worden. Statt dessen aber fand ich eine gelbliche, erdige Spaltenausfüllung in der östlichen Wand des oberen Steinbruches am Somlyó. Dieses Material löst sich grösstenteils in warmer verdünnter Salzsäure unter Entwicklung von Kohlensäure und bleibt nur ein gelbes, Eisenocker-ähnliches, feines Pulver ungelöst zurück. Ob dieses Material mit Thermentätigkeit in Zusammenhang steht, oder nicht, konnte bis jetzt nicht entschieden werden. Wenn wir nun die Thermen selbst kennen lernen wollen, so stossen wir auf grosse Schwierigkeiten, indem der Charakter der Thermen sich aus den soeben beschriebenen Ausscheidungen nur sehr lückenhaft rekonstruieren lässt. Aus dem Vorkommen von Quarz und Galenit darf wohl der Schluss gezosren werden, dass diese aszendierenden Lösungen eine verhältnismässig hohe Temperatur besitzen mussten. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass das Thermalwasser von Plombiéres mit einer Temperatur von circa 70° C auch heute noch Fluorverbindungen und Alkalisilikate mitführt. Aus diesem Wasser sind folgende Mineralien hervorgegangen: Quarz, Jaspis, Fluorit, Haematit, Baryt. Der Quarz kann aber gelegentlich auch aus solchen Quellen heivorgehen, deren Temperatur 50° C nicht übersteigt. Aus dem Kohlensäure-haltigen Wasser von Rohitsch-Sauerbrunn sind Quarz, Aragonit, Kalzit zur Ausscheidung gelangt. Die Temperatur dieses Wassers beträgt bloss 10° C. Dabei ist jedoch auch die Annahme nicht ausgeschlossen, dass der Quarz eventuell noch zu einer Zeit zur Ausscheidung gelangt ist, als das Wasser noch eine höhere Temperatur besass. Der Galenit tritt vornehmlich auf Erzgängen auf als eine der durch aszendente hydrothermale Lösungen nach oben transportierte und zur Aus9 L. LÓCZY: 1, c.