Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

Ü. DIE GEOL. VERHÄLTNISSE DER SOMLYÓ USW. 127 Man darf überhaupt nicht annehmen, dass diese Aplitgänge den Kalkstein inten­siver metamorphisiert hätten. Die letzten, sehr sauren Magmareste, aus welchen diese Gänge hervorgegangen sind, hatten eine relativ sehr niedrige Tempera­tur; ihre Temperatur mochte 600° C kaum überschritten haben. Niggli schätzt die Temperatur der pegmatitisch-aplitischen Magmen ungefähr auf 600°. Auch der Umstand muss in Erwägung gezogen werden, dass dieses die Gangspalten ausfüllende Magma von nicht hoher Temperatur, — infolge sei­ner kleinen Masse, auch rasch abkühlen musste. Seine thermische Wirkung konnte daher keine bedeutende Umwandlung am Kalksteine hervorbringen. Das aplitische Magma ist ferner noch dadurch charakterisiert, dass es die verschiedenen Gase schon fast vollständig verloren hat, im Gegensatz zu den Pegmatiten, die äusserst gasreich sind. In der Umgebung der aus einem gas­freien, oder wenigstens sehr gasarmen Magma hervorgegangenen Gänge kann man auch keine pneumatolitische Wirkung erwarten. Und tatsächlich: konnte ich überhaupt keine auf einen pneumatolitischen Ursprung hinweisende Mine­ralien im Kalkstein in der Nähe der Gänge finden. Der Zusammenhang zwischen der Lage der beiden Gänge und der Tek­tonik des kristallinischen Kalksteins ist nicht uninteressant. Die 1. Figur stellt die geologischen Verhältnisse des Somlyó und des Szárhegy schematisch dar. Diese Skizze zeigt nur in den Einzelheiten Abweichungen von der Karte, welche L. LÓCZY in seiner Arbeit mitgeteilt hat. Meine Kartenskizze stellt nämlich die durch Falten unb Brüche charakterisierte Tektonik der kristallinischen Kalke detaillierter dar und auch die weiter unten zu erwähnenden Spuren thermaler Tätigkeit sind auf der Skizze schematisch zur Darstellung gebracht. Die Gänge des Somlyóhügels setzen in der sich stark verengenden Syn­klinale auf, welche im oberen grossen Steinbruch besonders gut aufge­schlossen ist. CLOOS 4 hat bereits darauf hingewiesen, dass bei den Intrusionen, welche gleichzeitig mit Faltungsprozessen vor sich gehen, der grösste Teil der noch flüssigen Schmelze in die Antiklinale hineingepresst wird. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass das Magma durch die Wirkung des Seitendruckes nicht nur in den oberen Teil der Falte, — welcher unter kleinerem Druck steht und deswegen auch relative locker sein muss, — sondern gleichzeitig wahr­scheinlich auch in die — ebenfalls durch relativ kleineren Druck charakteri­sierte, — Synklinale hineingepresst wird. Das Magma, welches in die Synkli­nalen gelangte, kann natürlich sehr leicht in die Spalten der Synklinalen in der Gestalt von Gängen eindringen. Es scheint daher auf Grund dieser Gedanken sehr wahrscheinlich zu sein, dass die Intrusion, bzw. die Bildung der Gänge während des Faltungsprozesses vor sich ging. Die aplitischen Schizolit-Magmen enthalten entweder nur sehr wenig Gas, oder aber sind sie auch ganz gasfrei. Das gasfreie, oder wenigstens sehr gas­arme Aplitmagma besass nicht die Fähigkeit die Gangspalten durch die Spreng­wirkung seiner Gase zu öffnen. Diese Annahme wird auch durch die Aplit­4 CLOOS H.: Mechanismus tiefvulkanischer Vorgänge. Braunschweig. 1921.

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