Hidrológiai Közlöny 1924-26 (4-6. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülések és szakülések 1924., 1925. és 1926-ban

104 FR. SCHAFARZIK DIE GEOLOGISCHE UND GRAPHISCHE DARSTELLUNG DER MINERALWASSERQUELLEN VON BUDAPEST. Von Fr. SCHAFARZIK.* (Mit einer Tafel.) Die im Saale „Ungarn" des Internationalen Muzeums in Brüssel im Palaste der Nationen zur Anstellung gebrachten Terrainskizzen, geo­logischen Karten und Profile von Budapest bezwecken die in der Gemarkung von Budapest, derHaupstadt des Königreich Ungarns befind­lichen Heil- und Badequellen, Medicinalbrunnen und artesische Bodenwässer auf Grund der neuesten Erkenntnis zu veranschaulichen. Die Badeanstalten und Heilquellen- Etablissements sind selbst bis zum heutigen Tage schon so zahlreich und hochentwickelt, teils noch bedeutenderer Entwicklung fähig, dass unsere Stadt den Ruf als bedeutendster Badeort in Ost­Europa nicht mit Unrecht geniesst. Die dem Boden der Haupstadt entspringenden zahlreichen Quellen sind teils A) natürliche heisse Felsenquellen, teils B) artesisch erbohrte Thermen, ferner C) artesisch erbohrte kalte Quellen und D) mineralische Grundwasser-, Trink- und Heilquellen. A) Die natürlichen heissen Felsenquellen von Budapest. Die hieher in diese Kategorie gehörigen Felsenquellen entstammen sämt­lich aus tiefen Horizonten des Grundgebirges, daher sei es gestattet vor allem ein geologisch-hydrologisches Bild derselben zu entwerfen. Der hauptstädtische Boden von Budapest umfasst Donaurechtsseitig das Ofner Gebirge, zugleich die letzten Ausläufer des von Südwesten, vom Bakonyer Wald herstreichenden Ungarischen Mittelgebirges, das eben hier, an der Donau einen scharf ausgeprägten Abbruch erleidet und mit seiner weiteren Fortsetzung unter der Donau hinweg zur Tiefe sinkt. Donaulinksseitig dagegen erblickt man ein Tiefland, nämlich den Rand der hier beginnenden grossen Ungarischen Tiefebene (Alföld), die sich über dem soeben erwähnten, an 1000 m. tief abgesunkenen Mittelgebirgs­zug flach ausbreitet. Der stratigraphische Aufbau der Ofner Berge ist teils auf Grund von unmittel­bar zu beachtenden Aufsclüssen, teils gestützt auf Analogien im Allgemeinen entsprechend dem des Ungarischen Mittellgebirges, namentlich dem des Bako­nyer Waldes am Balaton-See und der tektonische Character ebenso wie beim letzterem der eines Schollengebirges. Unterhalb der aufgelagerten Stufen des Eozäns, Unter-Oligozäns, dann links­seitig noch des Ober-Oligozäns, ferner des Mio-und Pliocäns, also so ziemlich des ganzen Tärtiärs, besteht bei Budapest das eigentliche Grundgebirge zu­nächst aus der obersten Stufen der Trias : dem Dachsteinkalk und dem * Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydrol. Sektion der Ung. Qeol. Gesellsch. am 3. Juni 1924.

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