Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 151 Bergzuges, dem Huszonnégy-Ökröshegy (Vierundzwanzig-Ochsenberg) in der Flanke des Csikergrabens angelegt worden ist, ferner die im Bilde Tafel II. dargestellte Gegend inmitten der Csiker-Berge, wo man die abwechslungsreichsten Umwandlungen des Mergels in Kiesel-Mergel, in Malererde und in zwischen diesen beiden stehende Übergangstypen studieren kann. Ebenfalls für hydrotermal umgewandelte Mergel und Tone halte ich alle die „feuerfesten Tone", welche bisher an mehreren Orten des BudaPiliser Gebirges erschürft worden sind. Sie sind eigentlich solche reinere „Malererden", in denen der hydrotermale Umwandlungsprozess nur mehr sehr wenig Basen zurückgelassen hat. Leider folgt aus dieser Art der Genesis, dass sich diese feuerfesten Tone in unserem Gebirge immer nur lokal beschränkt und in dünnen Lagern vorfinden können, wie es ja auch tatsächlich der Fall ist. Am Márton-Berge wurden seinerzeit nicht nur Malererden, sondern nach der Zusammenstellung von KALECSINSZKY (91, 61 deutsch) auch solche „Tone" von mittlerer Feuerfestigkeit gewonnen. Sie schmelzen bei der Temperatur der Segerkegel No 19—26, (d. i. bei 1520—1610° C) und bekommen im Ofen von 1500° C eine glänzende Oberfläche. Im Museum des kön. ung. Geolog. Institutes sind die von KALECSINSZKY untersuchten Proben sub Nr. 831 und 832 ausgestellt. Nach der Angabe von PETRIK (144, 14 deutsch) kommt eine ähnliche „kaolinartige Erde" in Buda am Leopoldifelde „auf dem Apáthy'schen Grunde" vor (vgl. d. ungarischen Text S. 14.) PETRIK fand im geschlämmten Material: SiOa = 86"8°/o, AI2O3 = 8-9%, Glühverlust = 3"2%, zusammen = 98'9%, (Eisenoxyd und Kalziumoxyd wurden nicht bestimmt), woraus sich das Mol.-Verhältniss AI2O3 : SiOa = 1 :16*5 berechnen lässt. Leider gibt PETRIK über die geologischen Verhältnisse des Vorkommens garnichts an; es dürfte sich aber auch hier um einen durch kohlensäurehältige, Kieselsäure führende Termalwässer metamorphisierten Budaer Mergel handeln. Der Feuerfestigkeitsgrad stimmt mit dem des Tones vom Märton-Berg überein; (die Probe unter Nr. 32 in der Geolog. Anstalt inventarisiert). Eine höhere Feuerfestigkeit wies das von THOM. SZONTAGH, (vgl. KALECSINSZKY 91, 179—180 deutsch) nördlich vom Hochbach-Berge bei Solymár, an der Westseite des Kleinen-Hirsch-Berges (Kalvarien-Berges) gesammelte Tonmuster auf, (Nr. 474 des Geol. Institutes), da es erst bei der Temperatur des Segerkegels Nr. 28 (= 1630° C) schmolz und in dem Ofen von 1500° C erst einen schwachen Oberflächenglanz bekam. Seine Entstehung ist zweifelsohne auf jene intensiven Termenwirkungen zurückzuführen, welche rings um den Hochbach-Berg und am Hirsch-Berg den Dolomit zu losen Kristallpulver umkristallisierten und in ihm die charakteristischen Rotfärbungen verursachten; (das Bild Fig. 2. habe ich in eben dieser Gegend aufgenommen). Gleichartige, aber noch etwas feuerfestere Tone wurden in den letzten Jahren im Weichbilde von Pilisvörösvár, westlich vom Strázsa-hegy (WachtBerg), in dem gegen den Vörös-hegy (Roter-Berg) ansteigenden Schotter-