Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

HYDROTERMALE GESTEINSMETAMORPHOSE IM BUDA-PILISER GEBIRGE 141 dampfexhalationen (S. 136) gleichfalls an den durch rote Eisenoxydabschei­dungen gekennzeichneten Stellen. Dasselbe konnte beim Waikato-Flusse beob­achtet werden (S. 130), während bei Orakeikorako in einem Schlammbecken lebhaft rot gefärbter Schlamm kocht, (S. 133). Nach TOULA (209, 16) werden die kleinen Schlammvulkänchen am Yellowstone-See in Amerika geradezu als „painting pots" („Farbenschalen") bezeichnet, wegen ihres grellrot gefärbten Schlamminhaltes; (vgl. noch die Beschreibungen von PEALE (140) des Yellowstone-Parks). 2 7) STREMME (190, 21) hält die rote Eisenoxyd-Färbung für Kaolin, welches seinen Ursprung postvulkanischen Vorgängen verdankt, so charakteristisch, dass er es auf Grund dieser Färbung sicher von jenem Kaolin unterscheiden zu können glaubt, welches unter Torfmooren infolge saurer Auswaschung gebildet wurde. Zugleich macht auch er auf Grund der Angaben von ROTH (156, 1. Bd. 564—596) darauf aufmerksam, dass die wasserarmen Eisenoxyde charak­teristische Produkte der Tennen und Säuerlinge sind, die sich durch die gemeinsame Wirkung der hohen Temperatur, der gelösten Salze und der CO* bilden. Diesbezüglich kann ich noch die altbekannte Tatsache zitieren, dass im Jahre 1755, zugleich mit dem Erdbeben in Lissabon, die Teplitzer Heiss­quellen auf einige Minuten versiegten, dann aber mit verstärkter Gewalt hervorbrachen, wobei das Wasser von dem aus den Quellengängen mitgeris­senen roten Eisenoxyd ganz blutrot gefärbt war; auch bei anderen Quellen hat man solche Erscheinungen beobachtet; (vgl. LERSCH 114, 12, 45, 227, 282, 115). Zusammenfassend können wir Folgendes sagen : Die an den Gesteinen des Budaer Gebirges zu beobachtenden lebhaft roten eisenschüssigen Färbungen, die sich immer in der Nähe der alten Quellengänge und zusammen mit der Erscheinung des pulverförmigen Zerfalls der Karbonat­gesteine vorfinden, sind höchstwahrscheinlich durch hydrotermale Vorgänge entstanden. Entweder wurden Eisensalze durch dasüberhitzteWasser hydrolytisch unter Ausscheidung dieser roten Eisenoxydgele gespalten, oder aber es wurde durch Alkalikarbonatgehalt der Termal­wässer Eisenhydroxyd gefällt und dieses sodann durch die Wirkung der hohen Temperatur des Wassers, sowieder vorhandenen Salze und eventuell auch der C0 2 entwässert. Je nach der verschiedenen Intensität dieser drei dehyd­ratisierenden Faktoren, ebenso jenach Qualität und Kon­zentration der Eisensalzlösungen konnten sich die roten Eisenoxydgele mit sehr verschiedenem Dispersitätsgrad und Wassergehalt abscheiden. Dadurch erklären sich mit der grössten Leichtigkeit die so überaus wechselvollen 2 7) 1924 hatte ich selbst Gelegenheit, lebhaft rot eefärbte Eisenoxydausscheidungen zu sammeln, in der Solfatara bei Pozzuoli, am Fusse des Hügels Pietra spaccata, an den Stellen heisser Wasserdampfexhalationen in den einst zu Schwitzkuren benützten Höhlen.

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