Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

136 DR. EMIL SCHERF dass unter unseren klimatischen Verhältnissen durch Wasserverlust bei gewöhnli­cher Temperatur sich aus diesem Hydrat das rotgefärbte Monohydrat: Fea OA. Hj O oder Halbhydrat: 2 Fe2 O3. Hj 0 sollte bilden können, denn die Versuche von WÖLBLINQ zeigen, dass der Dampfdruck des Limonits bei 32° C : 4 mm, bei 25"C : 3 mm, bei 18"C: l'5mm Quecksilbersäule entspricht, während beim Qoethit die entsprechenden Dampfdrucke : 1, dann 1 und 0"5 mm betragen, beim Halbhydrat natürlich noch kleiner sind, dagegen die normal, d. h. bis zu 2/ s mit Wasserdampf gesättigte atmosphärische Luft in unseren Gegenden schon bei 0° C eine Wasserdampftension von: 3 mm, bei 18° C von: 10 mm, bei 25° Caber von: 16'6mm aufweist, so dass eine Entwässerung wirklicher Eisenoxydhydrate bei den Temperaturen unse­rer Breiten nicht stattfinden kann. Dagegen wäre es denkbar, dass wirkliche Eisenoxyd hydrate bei erhöhter Temperatur infolge hydrotermaier Vorgänge auf dem Umwege über das zunächst gebildete kolloide, rote Gel entstehen könnten. RUFF (157; 3422, 3429) hat wie erwähnt, bis 42-5" C das Hydrat: 2 FEI O3. 3 H> O als stabilstes Hydrat befunden. Stets bildete sich dieses Hydrat, wenn er kolloides rotes Gel einige Tage bei Temperaturen bis 42'5° C unter Druck erwärmte; dagegen führte Erwärmen zwischen 42'5°—62-5° C zu: Fes 0 3. H> 0 als stabilem Hydrat, während ober 62"5° C : 2 Fe> OS. Ha O entstand. Allerdings musste RUFF ganz kolossale Drucke (5000—6000 Atmosphären) anwenden, um den Umwandlungen merkbare Geschwindigkeiten zu verleihen. Man dürfte aber wohl annehmen, dass bei den hydrotermalen Umwandlungen die noch viel höhere Temperatur und die lange Zeit der Wirkungsdauer den Faktor: hoher Druck ersetzen konnten. Es ist aber, wie schon früher angedeutet wurde, garnicht wahrscheinlich, dass die fraglichen roten Eisenverbindungen wirkliche Eisenoxyd hydrate seien, sondern sie dürften viel eher Eisenoxydkolloide in Gelform mit adsorptiv gebundenem Wasser darstellen. Wie gestalten sich dann die Entwässerungsmöglichkeiten ? Man könnte in diesem Falle annehmen, dass diese wasserarmen Gele auch durch einfaches Eintrocknen des bei der Gesteinsverwitterung entstehenden Eisenhydroxydes sich bilden. HAMPE (81) hat Eisenhydroxydniederschlag über Ca CI2 bei 20° C innerhalb 4 Monaten zu wasserfreiem Eisenoxyd austrocknen können. Aber auch bei den kolloiden Eisenoxyden vollzieht sich eine stärkere Entwässerung bei gewöhnlicher Temperatur nur dann, wenn, wie in dem geschilderten Versuche, der Wasserdampf stetig mittels eines Trockenmittels mit Adsorptionswasser, der T u r j i t oder Hydrohämatit aber, dem man bisher die Formel: 2Fe,0 3.H 2 O zuschrieb, soll eine feste Lösung von Goethit in Hämatit mit Adsorptions­wassergehalt sein. Nach WÖLBUNG ist der Hydrohämatit der Siegerländer Gruben in Deutschland ein Gemisch von einem wirklichen Halbhydrat: 2 Fe, 0 3. H 2 O mit kolloidem Eisenoxydgel, da dieses Mineral bei 18° C eine Wasserdampftension von 6—8 mm, also eine grosse und nicht konstante Tension zeigt, während in dem Falle, als es zur Gänze aus dem Halbhydiat bestünde, seine Tension noch kleiner als diejenige des Monohydrates (Goethit) sein müsste, die nur 0'5 mm beträgt.

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