Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
130 DR. EMIL SCHERF Weise an Dolomit, Nummulitenkalk, Bryozoenmergel, Hárshegyer-(Lindenberger) Sandstein vor und zeigen sich nicht nur an den äusseren, den Atmosphärilien ausgesetzten Gesteinspartien, sondern treten auch mitten im Innern der Gesteinsmasse auf. Die Art und Weise des Vorkommens dieser Färbungen, nämlich an den einstigen Quellenspalten, sowie an und für sich auch ihre rote Farbe, weist auf hydrotermale Entstehung dieser Färbungen hin, was im Folgenden nachgewiesen werden soll. Eine nähere Untersuchung des im Budaer Gebirge gesammelten Materiales in chemischer Beziehung war mir zwar noch nicht möglich, aber auf Grund eigener, bei der Analyse ähnlich gefärbter Bauxite gesammelten Erfahrungen, sowie auf Grund der Literaturangaben kann ich schon jetzt feststellen, dass diese lebhaften roten Farben durch stark dehydratisiertes Eisenoxyd bedingt sind, welches wahrscheinlich in Gel-Formen von verschiedenen Dispersitätsgraden vorliegt. Derart gefärbte Eisenoxydkolloide weisen höchstens einen dem Goethit (Fe 3 0 3. H ä O) entsprechenden Wassergehalt (10%) auf; je rotstichiger die Farbe ist, desto geringer ist der Wassergehalt, der z. B. bis zu jenem (5%) des Hydrohämatits (2 Fe 2 O... H 2 0), oder noch weiter herabsinken kann. Jedoch sind die fraglichen roten Eisenverbindungen des Budaer Gebirges höchstwahrscheinlich nicht mit den vorerwähnten kristallisierten Mineralen von wohldefiniertem Wassergehalt identisch, sondern sie sind, — um die Bezeichnung CORNUS ZU gebrauchen (30), — kolloide, im Gelzustande befindliche „H o m o i s 0 c h e m i t e" derselben, welche ihr Wasser, wie das VAN BEMMELEN (213, 214, 215) nachgewiesen hat, nicht als Hydratwasser, sondern als Adsorptionswasser, also nicht nach stöchiometrischen Verhältnissen gebunden enthalten. 1 8) Die wasserarmen, rotgefärbten Eisenoxydgele bilden sich, wenn man das braune Gel auf höhere Temperatur erhitzt. AARNIO (2, 57, 74; 3, 3, 5), der bekannte finnische Kolloidchemiker, hat z. B. mit Ammoniak gefälltes und 10 Monate lang an der Luft getrocknetes und gepulvertes braunes Eisenhydroxyd nacheinander jeweilig 4 Stunden auf die in nachfolgender Tabelle No III. angegebenen Temperaturen erhitzt und dabei die dort angeführten Farbenänderungen in Orangerot und Rot beobachtet, 1 9) wobei sich auch die Hygroskopizität des Gels ausserordentlich verminderte. 1 8) Man pflegt auch von diesen Kolloiden häufig als „Eisenoxydhydraten" zu sprechen, was eigentlich kein präziser Ausdruck ist, weil diese Benennung nur den nach stöchiometrischen Verhältnissen zusammengesetzten wirklichen Hydraten zukommen sollte; im Folgenden gebrauche ich daher die Bezeichnungen: „kolloides, wasserhaltiges Eisenoxyd", oder einfach „E i s e n o x y d g e 1". l n) In der Mitteilung AARNIO'S ist nicht angeführt, aus was für einem Eisensalz das Eisenhydroxydgel gefällt wurde. HEDVALL (82) zufolge ist auch dies von Einfluss auf die Nuance der bei der Erhitzung entstehenden Farbe. Aus Eisensulfatlösung gefälltes Hydroxyd gibt z. B. bei der Erhitzung auf 650° C ein lebhaft hellrot gefärbtes Oxyd, welches erst bei noch höherer Temperatur einen dünkleren Farbenton bekommt. Dagegen entsteht bei