Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
128 DR. EMIL SCHER F erst später, nach dem Versiegen der Qellwässer langsam ein. Die Verschiebung der Gleichgewichtsverhältnisse durch die Abkühlung konnte selbst noch in den obersten Horizonten, wo die Temperatur des Wassers zu einer Umkristallisierung des Nebengesteins nicht mehr ausreichte, einen beträchtlichen Kieselsäureabsatz bewirken. So dürfte die Entstehung der mit einem Kieselsäuregerüst verkitteten Brekzien zu deuten sein, deren klastisches Material noch aus festen, unzerstäubenden Dolomitstücken besteht, wie z. B. die erwähnte Brekzie am Gipfel des Hármashatárhegy. Die Dolomitbrocken dieser Brekzie sind nicht etwa deshalb hart und fest, weil sie verkieselt wären, wie man dies im ersten Augenblick wohl denken könnte, denn eine Probe von aus dem Kieselsäurenetz herauspräparierten Dolomitstückchen ergab einen Si0. 2Gehalt von nur 0'03 °/o. Wahrscheinlich ist es auch kein Zufall, dass sich eben auf einem so hoch gelegenen Punkte unseres Gebirges dieses Extrem findet. Das andere Extrem wäre offenbar in jenen Regionen zu suchen, die seinerzeit die tiefste Position innehatten. Wir können uns die Möglichkeit denken, dass unter den physikalisch-chemischen Verhältnissen, die seinerzeit in diesen Tiefen herrschten, eine Kieselsäureausscheidung überhaupt nicht stattfinden konnte. Im Buda-Piliser Gebirge, gibt es auch wirklich ein Gebiet, nämlich die Berggruppe zwischen Piliscsabatábor (Militärlager Piliscsaba) und Pilisvörösvár, wo ich auch nicht die Spur von Verkieselungen entdecken konnte, obwohl dort ganze Berge aus mehr-weniger losem kristallinischem Dolomitsand bestehen und ausserdem noch andere Erscheinungen, auf deren Besprechung ich später, bei der Beschreibung der Metamorphose der Mergel näher eingehe, für sehr intensive hydrotermale Prozesse, die sich hier abgespielt haben, Zeugenschaft ablegen. Selbst in jenen kleinen Dolomitschroffen findet sich kein SiO^Gehalt, welche auf den Kämmen der wohlgerundeten Hügelkuppen von sandigem Dolomit anstehen. Diese Felsen sind als die letzten Überreste des ursprünglichen, festen Dolomitgesteins aufzufassen; sie ragen nur darum als Schroffen heraus, weil die Erosion den zertrümmerten und hydrotermal zu einem feinen Kristallmehl verwandelten Dolomit rundherum in schnellerem Tempo abtrug. Ich fand z. B. im obersten Teile der mit der Landstrasse parallelen oberen Verzweigung des „Schotter"-Grabens in den Dolomitschroffen, die ungefähr beim Buchstaben „B" des Wortes „Rother Berg" der Karte 1:25,000 anstehen, nur 0"04 % SiO á und in dem Dolomit der Felsgruppe, die im obersten Teil jenes trockenen Wasserrisses auftaucht, der sich NO- lieh vom Wegräumerhaus von einem Vorkamme des Rothen-Berges herabzieht, nur 0'005 % Si0. 2. Die auffallende Karre n-B i 1 d u n g an diesen Felsgruppen der Vorgang der Kieselsäureabscheidung in denselben kann wohl kaum anders erklärt werden, als in der geschildeiten Weise. In diesem Belange verdient auch die Feststellung; von SCHNEIDER (170, 70) Aufmerksamkeit, dass nur das aus wärmerem Wasser als 50° C ausfallende SiO., später beim Eintrocknen zu einer hornfelsartigen, chalcedonartigen Masse erhärtet, während aus Termalwasser unter 50 u C ausfallende Kitseisäure beim Eintrocknen lockere, kriimmlige Massen bildet.