Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

122 DR. EMIL SCHERF Auch dort ist das Auftreten von Rendzina längs der Bruchlinien-Ter­malspalten sehr auffallend, wo ein aus Karbonatgesteinen bestehender Bergzug durch die Verwerfungen treppenförmig zerschnitten wird, wie es z. B. auf dem Bergzuge, der sich in den Csiker-Bergen vom Lóhegy (Rossberg) bis zum Huszonnégyökröshegy (24-Ochsenberg) erstreckt, oder im Bergkranz nördlich und östlich des Hidegküter Beckens der Fall ist. Der Rendzinaboden des Budaer Gebirges hat folgendes Profil : Horizont Ai : eine bis V 2 m dicke, in trockenem Zustande grau­schwarze, feucht pechschwarze humose Bodenschichte mit sehr vielen unzer­setzten Pflanzenresten. Braust mit Säuren, je nach dem Gehalt an Muttergesteins­partikelchen, mehr oder weniger stark; Horizont A •>: 10—15 cm dick, weniger humusreich, als Ai, mit grosser Menge Muttergesteinstriimmern ; Horizont B: makroskopisch nicht wahrnehmbar, wahrscheinlich garnicht vorhanden, es gibt ja keine Auswaschung aus den Horizonten Ai und A2; Horizont C: Muttergestein: zu Pulver zerfallender, loser, mürber Dolomit, Kalkstein oder Kalkmergel. Die Rendzinaboden der Umgebung von Budapest sind bisher chemisch noch nicht untersucht worden. Wir können daher heute auch noch nicht sagen, ob und welche Rolle das Mg CO ; ) in der auf Dolomitsand sich bil­denden Rendzina spielt. Auch die Untersuchung dieser Rendzinen mittels der neueren physikochemischen Bodenuntersuchungsmethoden, (Bestimmung der aktuellen Azidität [pH], des Sättigungszustandes etc.), dürfte im Zusam­menhang mit pflanzenökologischen Untersuchungen interessante Ergebnisse zeitigen. Meines Wissens wurden die Rendzinaboden des Budaer Gebirges zuerst von EMERICH TIMKÓ (207, 198 deutsch) erwähnt; bezüglich ihres Auftretens gibt er aber bloss an, dass sie auf den Kalksteinen und dem Dolomit des Gebirges in den mit Wald und Wiesen bedeckten Gebieten verbreitet sind und besonders auf dem zertrümmerten, brekziösen Dolomit vorkommen. Hiezu habe ich zu bemerken, dass Brekzienbildung und pulveriger Zerfall bei den Karbonatgesteinen unseres Gebirges zwar zusammen auftritt, dass aber diese Erscheinungen dennoch zwei verschiedene Ursachen haben. Die aus grösseren, eckigen und noch ziemlich konsistenten Trümmern von Dolomit etc. bestehenden Brekzien sind meiner Auffassung nach tatsächlich durch Gebirgsbewegungen verursachte Reibungsbrekzien. An den stehen gebliebenen Wänden sehen wir neben dem Brekzienmaterial häufig die cha­rakteristischen Harnische auftreten. Dagegen halte ich die feinen, mehlartigen Gesteinspulver, — wie im Vorhergehenden dargelegt wurde, — für Produkte hydrotermaler Metamorphose und muss hervorheben, dass das Auftreten der Rendzina ausschliesslich nur auf diesen Gesteinspulvern beobachtet werden kann. Es ist aber richtig, dass Brekzien und Gesteinsmehle zumeist vermischt vorkommen,

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