Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
118 DR. K M IL SCHERF Bei weiterem Studium der hydrotermalen Umwandlung des festen Dolomits in loses Pulver in unserem Gebirge, kam ich schliesslich zu dem Resultat, dass diese Erscheinung nur als Spezialfall einer im Budaer Gebirge allgemeiner auftretenden Gesteinsmetamorphose aufzufassen ist. Auch die anderen Gesteinsarten zeigen Umwandlungserscheinungen, wo sie unter dem Einflüsse der an den Bruchlinien aufgestiegenen und mit Kohlensäure und sonstigen Gasen beladenen Termen standen. Ich muss an dieser Stelle erwähnen, dass Hr. Agrochefgeologe PETER TREITZ schon vor einigen Jahren in einer leider ungedruckt gebliebenen Abhandlung (210) die Frage der Verwitterung und der Zersetzung der Gesteine behandelt hat. Er fordert, dass diese Erscheinungen strenger auseinandergehalten werden mögen, als dies noch heute üblich ist. Er weist daraufhin, dass die „Verwitterung" (ungarisch „mállás") der Gesteine in den obersten Partien der Erdrinde unter dem Einflüsse der Bodenfeuchtigkeit erfolgt und dass die Qualität der entstehenden „Verwitterungsprodukte" in der Hauptsache von der Zusammensetzung der Bodenfeuchtigkeit und damit indirekt von den klimazonalen Faktoren abhängt, welche diese Zusammensetzung der Bodenlösung regulieren. Im Gegensatze hiezu steht nach TREITZ die „Gesteinszersetzung" (ung. „kőz e t b o m 1 ás"), welche durch endogene Kräfte des Erdinnern verursacht wird und bis in die Tiefenregion der Erdkruste hinabreicht. (Im ungarischen Sprachgebrauche pflegt man, — unrichtigerweise vielmals auch heute noch, — beide Arten der Gesteinsveränderungen mit demselben Worte: „mállás" zu bezeichnen). Während also infolge der Verwitterungsprozesse in jeder Klimazone ein anderes charakteristisches Verwitterungsprodukt entsteht, jedoch auch an voneinander weit entfernten Punkten der Erdoberfläche ein gleichartiges Verwitterungsprodukt entstehen kann, wenn die Klimafaktoren an beiden Orten gleich sind, hängt bei der Gesteinszersetzung die Qualität der entstehenden Zersetzungsprodukte nicht vom Klima, sondern von der Art der wirksamen Agentien, (z. B. chemische Zusammensetzung der Termen, Qualität der darin gelösten Mineralisatoren Gase etc.), ferner von der Beschaffenheit des der Zersetzung unterliegenden Gesteinsmaterials ab. In unserem speziellen Falle können wir die an den Karbonatgesteinen (Kalksteine, Dolomit) zu beobachtende Umkristallisierung bei der eine chemische Veränderung des Gesteines nicht eintritt, nur mit dem Worte „V e r ä n d e r u n g", oder „Metamorphose" bezeichnen, während die weiter unten zu besprechenden Veränderungen der Mergel unseres Gebirges, wobei sich auch der chemische Bestand tiefgreifend verändert, als eigentliche „Gesteinszersetzung" zu bezeichnen wäre. Um die Gesamtheit aller in dieser Arbeit besprochenen Erscheinungen zusammenfassen zu können, erscheint es daher am zweckmässigsten, von: „hy d atotermi scher" oder „hydrotermaler Gesteins metamorphose" im Budaer Gebirge zu reden. Der scharfen Beobachtungsgabe unseres HOFMANN (85, 187 deutsch), sind die hydatogenen Umbildungen nicht entgangen, welche auch die übrigen