Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)
Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések
108 DR. K M IL SCHERF D R . J OSEF S ZABÓ'S ; (201). Auf S. 50 dieses grundlegenden Werkes findet sich folgende plastische Beschreibung der Dolomitberge im Vörösvárer Tale; (nördlich von Budapest, an der Bahnlinie Budapest —Esztergom): „ sie sind kahl und von ganz lichter, beinahe weisser Farbe. Sie fallen besonders auf, wenn sie von der Sonne beschienen werden. Ihre überraschend symmetrische Kegelform erinnert an die von Vulkan bergen. Im Vörösvárer Tale vom Kutyahegy aus betrachtet, nehmen sie sich wie nebeneinander gestellte weisse Lagerzelteaus und verleihen der Gegend ein eigentümliches Gepräge." Ferner: „So viele Berge dieser Art sieht man aber nicht häufig beisammen; sie kommen auch einzelner vor, ja manchmal sc h Messen sie sich unmittelbar den nicht verwitternden Dolomitmassen an; (Mátyáshegy in Buda)". S ZABÓ unterscheidet folgende drei Varietäten des Dolomits : 1. magnesiahältiger Kalk, als Übergangsglied zum weissen dichten Kalk, (id est: Dachsteinkalk, den S ZABÓ zu dieser Zeit noch als liassisch ansprach und für das Liegende des Dolomits hielt); 2. dichter, kristallinisch-körniger: wirklicher Dolomit, welcher kompakt, zäh ist und: „niemals zu p u 1 v e r f ö r m ige m Dolomit verwittert; 3. zu Grus und feinem Pulver zerfallender Dolomit. S ZABÓ zufolge wird der Zerfall dieser dritten Dolomitgattung durch die Atmosphärilien, einenj „Verwitterungsvorgang" verursacht. Er gibt an, dass der pulverförmige Dolomit im Aufschlüsse bergeinwärts durch Dolomitgrus, noch weiter einwärts aber von scheinbar festem Gestein abgelöst wird, welches aber schon durch leichten Hammerschlag in kleinere-grössere Stücke zerfällt, während zuinnerst der dichte feste Dolomit zu finden sei, S ZABÓ'S Auffassung zufolge deshalb, weil die Atmosphärilien nichtmehr bis dorthin vorzudringen vermochten. 1) Über die räumliche Anordnung dieser Dolomitvarietäten spricht sich J. S ZABÓ noch wie folgt aus : „...in der Mitte, als höchstem Teil des Gebirges findet sich der magnesia hältige Kalk, oder aber der dichte, nichtverwitternde Dolomit, auf den umgebenden niedrigeren Anhöhen gewöhnlich der verstäubende Dolomit". Später untersuchte KARL NENDTVICH (134) den Dolomit des Budaer Gebirges chemisch. Er gibt folgende Einteilung: 1. fester Dolomit: welcher gegen atmosphärilische Einwirkungen sehr resistent ist, zuckerkörnige Struktur hat, niemals zu Staub zerfällt; ') Beiläufig bemerkt ein Widerspruch gegen die vorangehende These SZABÓ'S , dass der dichte feste Dolomit „niemals" zu Pulver zerfalle.