Hidrológiai Közlöny 1922 (2. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Évzáró ülés és szakülések

ÜBER DIE WASSERSTÄNDE DER FLÜSSE UND SEEN. Von Dr. EUGEN von CHOLNOKY.* Die wissenschaftliche Erforschung des Balaton-Sees ergab einen sehr intressanten Zusammenhang zwischen dem Wasserstand des Sees und der mittleren, monatlichen Lufttemperatur. Wenn man die Niederschläge parallel mit den Wasserständen des Sees graphisch darstellt, so findet man sehr wenig Zusammenhang zwischen den zwei Figuren. Der Wasserstand z. B. hebt sich manchmal bedeutend, während der Niederschlag zur selben Zeit ganz unbedeutend war. Dem gegenüber gibt es Fälle, wo der Wasserstand sinkt, oder im selben Niveau bleibt, obzwar ein starker Niederschlag die Seeoberfläche und das Sammelgebiet des Sees bewässerte. Wenn wir aus der Niederschlags-Kurve eine solche zeichnen, deren Ordinaten die Summe des, in den vergangenen Monaten des Jahres gefallenen Niederschlages darstellen, so erhalten wir eine steigende Kurve, deren letzte Ordinate (Dezember), die Summe des, in dem ganzen Jahre gefallenen, Nieder­schlages bedeutet. Zeichnen wir nun ein Diagramm der monatlichen mittleren Temperaturen und konstruiren wir aus dieser Temperatur-Kurve ein ebensolches Summen­Diagramm, wie aus den Niederschlagsmengen. Subtrahieren wir nun diese Temperatur-Summen monatsweise von den Niederschlags-Summen, so entsteht ein konstruirtes Wasserstands-Diagramm, welches mit dem Diagramm der beobachteten Wasserstände merkwürdigerweise, beinahe vollständig iden­tisch ist. Dies bedeutet, dass die monatliche Verdunstungsmenge immer propor­tional mit der mittleren Monatstemperatur ist. Diese auffallende Identität der beobachteten und der konstruirten Wasserstände 54 Jahre hindurch, berechtigt uns diesem Gesetz einen allgemeinen Wert zu zuschreiben. Die Oberfläche der abflusslosen Seen der ariden Gegenden ist im Verhältnis des Einzugsgebiet-Areals manchmal klein, manchmal gross. Das Areal der Wasseroberfläche dieser Seen ist ein Resultat der Niederschlags­menge, der Grösse des Einzugsgebietes und der mittleren Monats-Temperatur der Luft nebst einigen unwichtigeren Faktoren. Die diesbezüglichen Rechnungen ergeben bisher noch keine endgültigen Resultate. * Vorgetragen in der Fachsitzung der Hydrol. Sektion der Ung. Geol. Gesellsch. ani 24. Okt. 1922.

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