Hidak Somogy megyében (Kaposvár, 2005)

dr. Tóth Ernő: Függelék

FÜGGELÉK ZUSAMMENFASSUNG Zusammenfassung Der Komitat Somogy liegt im westlichert Teil Ungarns (Dunántúl), von Norden dureh den Balaton, von Süden durch die Drau abgegrenzt.Seine Oberfláche betrágt 6036 km 2 . Somogy befindet sich unter der gröfiten ungarischen Komitaten,mit einer wenig ge­gliederten, doch abwechslungsreichen Ober­fláche. Er ist reich an Gewássern, das gröfíte Gewásser ist der See Balaton, bedeutende Flüsse sind Sió, Kapós, Koppány und die Drau. Das Straí>ennetz ist seit der Römerzeit be­kannt: die Süd-Nord gerichteten Strafon führ­ten von Pécs um den Balaton in die Richtung von Szombathely, bzw. Győr. Ab der Land­nahme waren Somogyvár, Segesd, Babócsa wichtige Siedlungen. Die wichtigsten Fahren befanden sich zwischen Tihany und Szántód und an der Drau bei Őrtilos. Das Strafiennetz des Mittelalters ist gehörig freigelegt, die wichtigen Siedlungen waren Straísenknolen­punkte, bzw. Orte mit Brücken. Die erste mi­litárische Vermessung (1792-95) stellte ein dichtes Strafiennetz fest, auch die am Anfang des 19. Jahrhunderts begonnenen Wasserre­gulierungsarbeiten verhalfen den Ausbau der Strafien. Wegen der Moosgebiete gab es so­gar im 19. Jahrhundert keine durchgehende Straííe am Südufer des Balatons, sie wich von der Trasse der heutigen Hauptstrafie in Rich­tung Öreglak-Marcali ab. Um den Balaton führte ab 1929 eine ausgebaute Strafie, bis Sió­fok mit staubfreiem Belag. Über Holzbrücken berichten schon Urkun­den aus 1055. (Sió)Fok, Péterhida (1231), Ve­tehida (1416) und auch andere Ortschaften bekamen ihren Namen von ihren Brücken. Die erste miltárisehe Vermessung bezeichne­te wenigstens 390 Brücken und Durchlásse. Eine grofie Holzbrücke (320 m) stand 1883 in Barcs, eine andere mit ca. 130 m Lángé in Sió­fok (bis 1893). Über gewölbte Brücken gibt es Archivda­ten ab dem 19. Jahrhundert: 1848 standén ne­ben 67 Holzbrücken 45 Gewölbe aus Stein oder Ziegel auf den wichtigsten Strafien.1940 war 40 % des Brückenbestandes (101) ge­wölbt, und diese Zahl war 1963 noch 65. Heu­te befinden sich auf den staatlichen Strafien nur 13 alté Gewölbe, zwei davon stehen un­ter Denkmalschutz. Eiserne und stáhlerne Brücken entstanden in Zusamenhang mit den Eisenbanbauten schon sehr frühzeitig: in Siófok 1861 eine mit mehrfachem Fachwerk (Spannweite 25 m), in Barcs 1885 eine mit áhnlicher Gestaltung, und in Gyékényes 1891 eine sichelförmige (eine geniale Konstruktion von János Feketeházy) mit 3x95 m Hauptöffnungen. In Barcs wurde 1903 eine segmentförmige Strafienbrücke über die Drau aus FlieRstahl gebaut (4x70 m). Die vierte geschweifíte Brücke Europas entstand 1931 in Balatonszemes: eine Fufigán­gerbrüeke über die Eisenbahn mit 23,7 m Spannweite, Diese strafienbrechende Kon­struktion funktioniert heute noch in Pécs. Der Bau der Stahlbetonbrücken begann 1892 mit Brücken nach dem Wünsch-System. Szilárd Zielinski - der Gründer des ungari­schen Stahlbetonbrückenbaues - entwarf 1905 die sechsfeldrige Fufígángerbrücke im Hafen von Balatonföldvár, welche auch heute die Kenntnisse der damaligen Ingenieure und Arbeiter beweist. Erwáhnenswert ist die Sió­Brücke bei Siójul (1926), welche mit ihrer Spannweite von 32,5 m zur Zeit des Baues auch auf internationalem Niveau hervorra­gend war. Verbreitert und verstárkt trágt sie heute noch den Verkehr. Seit 1928 lief ein gro­fies StraCen- und Brückenbauprogramm, das wird dadurch bewiesen, dass heute noch 52, vor 1945 gebauten Brücken auf dem staatli­chen Strafiennetz stehen. Im zweiten Weltkrieg wurden im Komitat Somogy 81 Brücken vernichtet. Der Neubau erfolgte bei manchen Brücken erst mit einer provisorischen Konstruktion (z. B. Eisenbahn­161

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