Heves megyei aprónyomtatványok 21/E

BÜKK-GEBIRGE: Nördlich der Stadt Eger erstreckt sich das 1400 km2 umfassende Bükk-Gebirge; eine im Sommer von smaragdgrünem Gras, im Winter von einer glitzernden Schneedecke überzogene Landschaft. Entlang der Berggipfel kann man vielfältige Formen der Karstgebilde, in den Höhlen archäologische Denkmäler bewundern, und aus der Tiefe dringen zahlreiche Quellen an die Oberfläche. Diese Quellen begründeten auch den bis über die Landesgrenzen reichenden Ruf der Bäderkultur. Im Bükk findet sich der zweitgrößte Nationalpark Ungarns, die Gegend bietet reichlich Gelegenheiten zum Jagen und Reiten. Anziehungspunkt für Besucher sind auch die hier noch betriebenen alten Gewerke wie Holzfällen, Kohle- und Kalkbrennerei, Töpferei, Volkskunst-und brauche sowie die Landschaftshäuser und volkstümlichen Denkmäler. Bélapátfalva: Schon im Mittelalter bestand die Gemeinde im Schutze des Bélkő. Die im Jahre 1232 in dieser wildromantischen Gegend angesiedelten Zisterziensermönche errichteten in ihrer puritánén Bauweise Basilika und Kloster. Die besterhaltene Zisterzienserkirche unserer Heimat bewahrt auch heu te die Besonderheiten ihrer Zeit und des spätromanischen Stils. Für Gäste bieten sich hier zahlreiche Möglichkeiten, zu baden, zu wandern, Sport zu treiben, auszuspannen. Bükkszék: Mit seiner abwechslungsreichen natürlichen Umgebung und reinen Luft ist die Siedlung ein wirkliches Erholungsdorf, das schon im Mittelalter unter dem Namen Szék Erwähnung fand. Die auch im Ausland bekannte heilende, saure ,,Salvus"-Quelle hilft bei Linderung von Magen- und Darmbeschwerden. Über den reichlich sprudelnden Quellen wurde ein Kurbad errichtet. Unterkunft finden Erholungssuchende auf einem Campingplatz vor malerischer Kulisse, in Bugalows und Privatquartieren des Ortes. Egerszalók: Die Gemeinde war im Mittelalter Besitz der berühmten Familie Rozgonyi, später der Familie Szalók, von der sie den Namen erhielt. Heute ist sie namhaft für ihren Wein und die Heilquelle mit einer Temperatur von 68°C. Ihr 130 ha umfassender Stausee zieht alljährlich viele Angler und Wassersportler an. Die 1738 errichtete katholische Kirche des Dorfes ist durch ihr Altarbild ein beliebter Wallfahrtsort. Felsőtárkány: Über Jahrunderte hinweg war die nahe bei Eger, in einem bergumkränzten Tal angesiedelte Gemeinde beliebter Erholungsort des Bistums und seiner Gäste. Auch heute zieht das Dorf, das die Palocz-Traditionen pflegt, viele Besucher an. Sie kommen, um die Pfarrkirche und die Denkmäler volkstümlicher Architektur zu bewundern oder um die Schönheiten des umliegenden Bükk sowie die Gastfreunschaft der Dorfbewohner zu genießen. Noszvaj: Die Geschichte dieser Siedlung geht bis auf das 8. Jh. zurück. Durch die von der Szent Imre-Quelle gespeisten Seen, seine reine Gebirgsluft ist es ein beliebter Ausflugsort, wo drei Hotels und zwei Pensionen für die Bequemlichkeit der Gäste sorgen. Das 1774 erbaute spätbarocke Schloß mit seinen Wandgemälden und seinem Park gehören zu den schönsten Kunstdenkmälern der Gegend. Im Haus des Gutsverwalters präsentiert eine Ausstellung die Lebensweise, Architektur, Einrichtungen und Handwerke vom Ende des vergangenen Jahrhunderts. Ostoros: Das 6 km vom Komitatssitz entfernte, zu Beginn des 8 Jh. unter dem Namen Istoros bekannte Dorf wurde bei der Belagerung der Burg Eger 1552 von den Türken niedergebrannt seine Einwohner versteckten sich in den in den Tuffstein geschlagenen Kellern, die sie jahrhundertelang als Wohnstätten nutzten. Anfang des 18.Jh. war die Gemeinde wieder bewohnt und wurde seither zum beliebten Ausflugsort; bekannt durch die an den Hängen des Gebirges reifenden Trauben, die in den Kellern reifenden Weine und den künstlich angelegten See. Sirok: Sehenswürdigkeit dieser am Ufer des Tarna-Baches gelegenen Siedlung ist die Burgruine, die über dem Dorfe auf einem Felsen thront; gegründet wurde sie noch im 13. Jh. von Mitgliedern der Familie Aba, wechselte später häufig den Besitzer und auch die Türken beherrschten sie bald 100 Jahre lang. In der Nähe der Burgruine "stehen" Steingötzen, von denen aus sich ein herrlicher Blick über die Gebirgszüge des Mátra und Bükk sowie die Niedere Tatra eröffnet. Eine Rarität sind auch die einstigen Höhlenwohnungen. Szarvaskő: Die wundervolle Umgebung dieser ImTale des Eger-Baches, 12 km vom Komitatssitz entfernt gelegenen Gemeinde lädt zu einem Ausflug ein. Auch hier gibt es eine zu Zeiten des Tatarenüberfalls wichtige Burg. Aufmerksamkeit verdienen die hübschen Bauernhäuschen, die klassizistische Kirche des im 18.Jh. neuerblühten Dorfes. Szilvásvárad: Eine in den Tiefen der Bükkwälder liegende Gemeinde, wo der Szalajka-Bach fließt, Forellenbäche, Felsschluchten und Wasserfälle einander ablösen, wo Hirsch, Reh, Mufflon, Fuchs un Wildkatze zu finden sind. Anziehungspunkt für Freunde des Pferdesports ist das berühmte Lipizzaner-Gestüt von Szilvásvárad, dessen reiche, als Seltenheit geltende Sammlung ebenso einen Besuch lohnt wie das Freiluft-Forstmuseum und das Orbán-Haus. Tamaszentmária: In der kleinen Siedlung am Ufer des Tarna-Baches ist eine der ältesten Kirchen Ungarns zu sehen. Sie wurde Mitte des 11. Jh. errichtet und ist ein Beweis dafür, daß dieses Dorf der Familie Aba schon sehr früh gegründet wurde. Unter dem Heiligtum dieser Kirche befindet sich eine Unterkirche, in der eine einst namhafte Person geruht hat. Verpeléti Die Gemeind am südlichen Fuße des Mátra liegt in einer Hügellandschaft im Tale des Tarna-Baches. Bekannt ist sie durch den Tabak- und Weinanbau. Die mittelalterlichen Teile ihrer Kirche belegen, daß das Dorf schon im 13. Jh. reich gewesen sein muß. Im Zuge der Einnahme der Burg Eger wurde es zerstört und zu Beginn des 18. Jh. neubesiedelt. Sehenswerte Dankmäler sind die im Barockstil neuerrichtete Kirche und die um das Jahr 1800 erbaute Schmiedewerkstatt.

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