Heves megyei aprónyomtatványok 13/I

Die Basis des Schaffensweges von Czinke Ferenc wurde damals niedergelegt als unsere Bildergraphik von dem unmittelbaren Hersagen der Lektion befreit wurde; von der Verpflichtung von oberflächlichen Lebensbild Veranschaulichungen. Der ausgewei­tete Horizont hat damals Vieles angeboten: Selbsquälerei, Wiederbeginn, Mode, von Interesse genährter Eigensinn, usw. Czinke Ferenc hat den Weg gewählt, welcher das Meiste bieten konnte. Am Anfang seines Lebenslaufes als Graphiker, hoffte er, dass die Bearbeitung der Volkskunsttraditionen eine bereiche- rung bieten würde, sowohl im Inhalt als auch in den Mitteln. Und er hatte recht, denn auf deren Spuren konnte er, fast ohne Ausweichung, den Einklang der Fachvertiefung und der gesell­schaftlichen Verantwortung in seiner Arbeit verwirklichen. Es ist beobachtenswert und interessant wie die Probleme, welche aus der gesellschaftlichen Entwicklung hervorgehen auf seinen Blät­tern erscheinen, wie Macht und Moral zum Inhalt werden, zu Faktoren, welche Schöpfung inspirieren. Dies bezieht sich auch auf Fragen des sich in die Gemeinschaft einfügenden Einzei- menschen, an Fragen des Glaubens an historische und revolu­tionäre Traditionen, auf den prahlerischen Empfang der Ästhetik von gestern, auf die Fragen der Zugehörigkeit in der Gesell­schaft. Selbstverständlich sind diese Programme vom Inhalt keine „Broschüren Hersagen”, keine prahlerischen Selbstvorstellungen, sondern solche menschlichen Sorgen, welche die Kunst inspi­rieren. Der politisierende Künstler äussert sich nicht auf eine trockene Weise, sondern mit der vehementen Meinungsformung der inneren Überzeugung — und es ist dem zu verdanken, dass die Progressivität seiner Kunst gleicht der Tiefe seiner Gedanken sich aufschliesst. Je zusammengesetzter „ein Stück Leben" von einem Blatt her­vorleuchtet umso differenzierter modern sind die Requisiten sei­ner Werke. Seinen Schaffensweg als Beispiel nehmend, können wir behaupten, dass die Bestrebungen der zeitgenössischen Graphik, die wahre Ergebnisse verheissen, dadurch gekenn­zeichnet werden, dass diese mit dem Geist des Zeitalters zu­sammen atmen, mit den schöpferischen Mitteln tapfer Versuche machen, dass diese Produkte auf die Gesellschaft wirken. Un­ter jenen, die diesen Weg eingenommen haben müssen wir Czinke Ferenc als Gründer und auch noch heute als einen programmgebenden Künstler von Niveau anerkennen.

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