Házi Tájékoztató, 1943. szeptember/1
1943-09-01 [1981]
An der Schwelle des fünften Kriegsjahres. T Tarrh Lí/? r lJ .%* Zürich..!, Sept ember. /Magyar Távirati Iroda/ ünter der Jberschrirt "An der Scawelle des fünften Kriegsjahres" veröffentlicht die L\eue Z^rcher Zeitung einen Leitartikel, in dem es unter and erem heisst: "Hart bedrüngt an der Ostfront, hedroht im tfesten und im. Süden, heimgesucbt auf dem eigenen Boc'en durch die Luftangriffe, miide von den Kampfen und Rückschlágen vier langer Kri egs jahre, füKlen sich heute Deutschland und Italien mit ihren altén Stádten und ihrcr altén Kultur auch als alte Völker von/ aus den ,7eiten Russlands kommenden Völkern b'.'droht. 4f*S> L lYVcV-aue^n, Die vorersten ungehemmten Eroberungszüge und die Uberscb&umende ffetorik.von der sie Begleitet waren, berauschten dieU an ihre. Jugendlichkeit so dberzeugena bestatisten Völker, versetzten ihre dberraschten Gegner in Bestrzung und richteten in den Gomutorn eine ungeheure Verwirrung an. Das Resultat einiger Waffengange von Vestechender ^orm,aber begrenzter Tragweite wurd6 als enagdltige Entscheidung über Lebens- und Existaizfragén der üontinentc píoklamiert f bevor das Gewicht der Muchte, die ai diesen das Gesicht der w'elt bestimmenden Fragen interessiert und auf die Dauer ihr Mitspracherecht nicht auf zugeben gewillt waren, Uberhaupt in dió Tíagschalé gelegt worden war. Der Sturm der Breignisse hatte das Urteilsvermögen getrübt. FUr die Völker, die sich im Bunde nit der Unwiderstehlichke.it der Jugend geglaubt hattan, wirkte sich als starkste seelische Belastung wohl die Erfahrung aus, dass ihnen in der angelsáchsisch-russischen Koalition ein Aufgebot von robusten, unve-rbrauchten Kráften ! irklich entgegentrat. Seither habén die erfolgreichen Offensivon der Angelaacbsen in Nordafrika und im Mittelmeer, die am Ende des vierten Kriegs jahres zu einer schweren Krise der Ostfront sioh verdichtenden Ruokschláge, welche die deutschen Armeen in Rus; land erlitten und die sich steigemie tyucht der britisch-amerikanischen Luftangriffe den Beweis dafür erbracht, dass die Mobilisierung des Kriegsootent. als der angelsachsischen Machte und seine Umwandlung in militarisohe Schlag• kraft nicht ausgeí. "t-n werden konnte, wáhrend umgekehrt Deutsc.oland in dem Zweifrontenkrieg, in dem cs sich auch ohne ausdr'ioklich anerkannte "zweite Front" doch durch eine Summe von greifbaren Tatsachea • verwickelt sieht, seinen Krafteverbrauch selbst nach dem Jbergang zur strategischan Defensive nicht rasch genug ersetzen kann, Seine Reserven sind in einem Masse in Anspruoh ganommen, das die Aufgabe der Sicherstellung der ausgedehnten Machtber^iche béreits/dberaas schwierig gestaltet, 1 uWtet mm %t London an Geschehnissen in Danemark gtark interessiert, Tarrh kf /?7 ? -*• Z ü r i c h , 1. Septembor. /Magyar T ovira ti Iroda/ T Der LondonT Korresoondent der Basler Nachrichtea meldet: Man verfolgt in London.die Geschehnisse in Danemark mit dem grössten Interessé und der grössten Sympaihie. Man r ..onnét damit in Londoner politischen Kreisen, dass die Yersteifung der maltung in Schweden den Ereignissen in Danemark und in N T or*egen neuen Auftrieb gebén werde. Es ist durchaus möglich, dass das Aufflackern des Widerstandes in Danemark die Alliierten zwingt,in dieser oder jener Form ia di^Ereignisse einzugreifen, „„i^^Mr