Házi Tájékoztató, 1941. június

1941-06-05 [1948]

Sze Bl/Dá "fZ*, Genf ,5. Juni /HTl/ Die Sch-eizer Presse verő ffentli cíit die Stefani-KoffimUniauás über den Besuch von Ladislaus von Bárdossy, Die Schweizerische Depeschenagentur raeldet aus Rom, dass der B;sueh des nisterprhősi­dé nten Bárdossy unmittelbar nach dsr Brenner Beg-gnung zisischen Hitler und Mussolini und kurz oa eh den viichtigan Ballcan-Sreigűissen in den politisd: an Kreisen von Rom grosses Interessé enneckte, obsehon keine-besonderen neuen Ereignis se von dicsem 3-such zu erwarten seie n, Der BuSapester Korrespondent ccr I7:ue a Zürcher Zeitung stellt in seiner Meldung f~st, dass in der ungarischen Presse ceit Bsginn űcr ungari sch-italienischc n Aussprache in Rom e ine von ' Zuveisicht getracene taktische Zurückhaltung zu beobachten sei, nach­dem bei der Abreise des ungarischen Minitterprasidenten die ungarische Presse aich grundsatzli ch mit dem Verhaltnia Ungarns zu den Achsen­maeliten bsfas t habe. Die ungarische Presse sei der Auffassung, dass auf dem Brenner die politischen und militarische n Initiatistiven der nachsten Zukunft festgeiegt mordén seien-, die sich ^ie man in Budapest g3aube, im IJahen Osten atspielen warden e Zur 31. Jahreesende des Trianoner Vcrtrags schre ibe die ungarische Presse, dieses Diktat sei vom Sturra -eggefegt worden. Ein starkes üngarn liege im Laufe der kommenden Heuordnung im ollgemeinen curopáischon Interessé. Eine remische Privatmeldung an die Basler Nachrichten untér­streieht in freundschaftlichon und herzlichen 3 pf ang, der dem unga­rischen Ministerprasident Bárdossy in Rom bc-reitet uorden ist. Samt­liche poiitische Kommentáré der Presse scien ungc^Öhnlich warm und freundlich gchaltán, *?oboi der Anteil der Achsonmachte und besondors die persönlichc P ütik Hussolinis an der politischen und moralischen .riedergeburt Ungarns im'Laufc dor lstztcn Jáirc hervorgehobc-n und Ungarn vers^chert v;crdc, dass cs auch v;oiterhin in allcr Zukunft auf dic Freundshhaf t und Sycrpathic ItaUcns rcchnen könne. Dem protokolláris ch als offiziollen Antrittbesuoh bezeich­neten Aufcnthalt Bárdosévá komme de facto goiilaa cinc Bedeutung zu, dic über cinen gcisöhnlichán Höflichke itaakt uesentlich hinausgehe. Aus ser der Fragc dcs ungarischen Übcrsechandels mittels der Bcnutsung der italienischen Adriá-Hafen handlé cs sich auch um die. Ausarbcitung von piaktiscten Pianen, auf ^clcher Tfoise in der Zukunft die wirt­schaftlichen und kulturellen Bcziehunge n Italicns mit den Donau­landern durchdic Varrni ttlung Ungarns raeiter ausgebaut und tntensiviert "werden könnon. Der'Besuch sei auch als der praktischc Ausdruck der Tatsacho zu betrachten, dass nach Bccndigung dcs Kricgcs auf dem Balkaa neben den Achsenmachten Ungarn nunmchr als die víichtigste Macht im Donau­und Balkanraum ^ieder starker in den Vordergrund trete und von Rom und 3erlin bevrusst zu einer ismer angorcn Mitarbeit bei der Heuord­nung in diesera gesamten Gebiet Ji"'nzugezogen T;erde« Schliessli ch rcerde Ungarn durcli se ine geograpaische Lage angesichts seiner einzigartigen gemeinsamen G-renzc so^ohl mit Deutschland, tiia auch mit Russland zu einem überaus T7ichtigen Faktor bei der gegen­Tjtii-tigen'wie bei einer zukünf tigen Behandlung samtlichar Ostprobleme bcstimmt. Auch diese Fragen durften in Rom gestreift -worden scin. /Fortsctzung folgt/

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