Házi Tájékoztató, 1940. december

1940-12-10 [1942]

Sze Lá/Dá 5 e r n , 10. Dezember /MII/ Die offizióse Ankündigung des B„lr : rader Staatsbesuenep des Grafen C s áky wtrd den sch eizerischen Zeitungén auáf Grund der AvaJ,a­Agentur durch die Schweizeris che Depeschenagentur gémeidet. Der V/.G. Aorrespondertt der Neuen Zürcher Zeitung berichtet aus Belgrád, dass in B p ]grader R e gierungskre ise n über den Besuch des ungarischen "nussenministe rs grosse Zufriedenheit herrsebG, \ ... Man erblicke dar in die konsequente Fortsetzung der jugoslawis ehen .aissen­politik, die sich bemühe,freundschaftliche Beziehungen mit allén Naehbapft auszubauen. Auch glaube man, éass D e utschland der neuen Pnase der ungarisch-jugoslawischen Annáherung wohlwollend gegenüberstehe , doch sei mit dem Beitritt Jugoslawiens zum Dreimachtepakt nicht zu re elmen, da Jugoslawien seine ITeutrali tátsund Unabhan^i gke tfepolitik fbrtsetzen wolle. Zum ungarisch-jugoslawis chen Freundschaftspakt, dessea Unterzeichnung in Belgrád erwartet wird, sagt der Korrespondent, dass dieser voraussi chtlich in einer etwas lockere n Form dem Muster des aus einem einzigen allgemeinen Artike1 bestehenden bulgarisch-jugoslawi­schen Freunds chaftspakt folgen werde. Der Budapester korrespondent der Basler Nachrichten spricht? von dem . begeisterten Ton, mit dem die Reise des Grafen Csáky von der ungarischen Pre3se kommentiert wird. Die jugoslawische? wie ungarische Öfientlichkeit begrüsst die Reise des ungarischen Aussenr ministers und die Engergest altung der Beziehungen zwischen Jugoslawien und Ungarn aufs allerherzlichste. Der korrespondent glaubt, dass - der zu unterzeichnende Pakt eine tfichtangriffsklfeusel enthalten und alle zvischen den teiden Staaten noch schwebenden Probleme liquidieren werde. Tribuna de Geneve jiommentiert die bevorstehende Unterzeichnung des ungarisch-jugoslawis chen Paktes und meint, dass Ungarn, indem es auf seine letzten Revisionsansprüehe verzichtet, einen Akt der Befriedigung vollziehe, der sahr wesentlich zur Neuorientierung der jugoslawischen P 0 litik in der Richtung der ^chsenmáchte beitragen werde, Die Nationalzeitung untersucht das ungari sch-rum§­nische V^rháltnis und komat zum Schluss, dass im G r unde keiner der beiden Staaten mit dem Wiener Schiedsspruch zufrieden sei und dass siehfhre gegenseitigen Beziehungen keineswegs gebessert habe n, obschon beidé dem g lei chen politischen System angehören und dem Dre ima chtepakt bei* getreten seien, Der Leitartikel zieht den Schluss, dass eine parallelé aussenpoliti sche Richtung noch nich t ge nüge/um tief eingewurzelte Ge^ensátze zu be-seiti-en, Wie immár sich der we itere..7 0 rlauf der euro­paíschen Geschehnisse gestalte n werde - meint der .irtikel-<im Südosten werde die Entwicklung noch manch v Entscheidung offen vorfinden. Sutzt sich die Neuordnung und die Staatenhierarchie der ^chsenmachte durch, dann wird es der Achsendi plomatie zufallen, Ungarns Anspruch primus inter pares im Südostenraum zu sein, - mit dem .Ainsohe Rumaniens nach Gleichbtrechtigung und ;7ieder gu tmachung in ^inklang zu bringen.ierden aber die bisher ige n Ergebnissa der ^chsenpoli tik von künftigen Ereignissen rückgangig gemacht, dann dürfe der ungari sch-rumanische Gegensatz in seiner heutigen Scharfe wioder aufbrechen, was auch auf die inneren Vprháitnisse der beiden Staaten nicht ohne Rückwirkung bleib_n könnte. /Fortsetzung folgt/

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