Házi Tájékoztató, 1940. október
1940-10-22 [1940]
Sze 7/Dö /II. Fortsetzung der Genfer Pressestimmen/ Die übrigen Berichte sollen ebenfalls jeder Bestätigung entbehren. Über die allgemeine Auffassung der Londoner verantwortlichen _ Kreise und der dortigen Bar-andiplomatie meldet United Press, dass sie mit einer baIdi^en Erweiterung der Binflussphäre der Achsenmächte auf dem Balkan rechnen. Die /.aT-and iplomate n meinen ausserdem, dass Italien einen solchen Schritt zu vermeiden suchen durfte, weil es die sofortige Besetzung von Kreta und anderer strategisch wichtiger griechischen Inseln zur Folge haben ' würde. Über Russland meldet United Press aus London, dass nach Ansicht neutraler öiplomaten in Londxm die britische Rte ierung möglicherweise nussland bereits als Verlust abgeschrieben Ltt . Zur Verschärfung der englisch-russischen Beziehungen habe die Unterredung von Maisfcy mit Lord Halifax über d ie Beschlagnahme' der baltischen Schiffe und des ba 1tisd en Goldes beigetragen. Mala glaube in London, dass Moskau durch die Stärke Deutschlands beeinj sich mit der deutschen Herrschaft auf dem Enl'-an wenigstens bis zu den Dardanellen abfinden werde, um einen Bruch zu vermeiden. In britischen Kreisen sei man überzeugt, dass Mosjcau bereit seijmit Japan ein AbKoronen abzusch Ii essen, das_ c-ng an die All io nee Japans mit den Achsenmächten anknüpfen würde. ~\$jvu$st Die Tass-Agentur dementiert die nachricht des japanischen Blattes Hosi 3hImbun über die Absich t Moskaus , eine Viermacht e^onf er en z Sowjetru slands, Japans, Deutschlands und Italiens einzuberufen. Der römiscl e Korrespondent dtr M Lasler Nachri chten"-ieldet hiezu, dass das in römischen massgebenden Kreisen die Nachricht begannt gewesen oei, doch sei erklärt worden, dass sich fce ine Begründung für die Richtigkeit finden lasse und dass sie somit weger bestätigt, noch in Abrede gestellt werden Kahne. Auch zu den angeblichen R- iseabsichten Cianos nach Berlin oder na ch Moskau liegen nach offizieller römischer Erklärung Keine Angaben vor urr" es seien Keinerlei Vorbereitungen getroffen worden. In diesen Erklärungen glaubt der Korrespondent keine Ab Schwächung der gegenwärtig erkennbaren Tendenz der AchsenpoIitifc erblicken zu müssen. In Rom und in Berlin lege man angesichts dec Jähen Osten»/wie der sich zuspitzenden Lage im Fernen Osten den grössten ,/ert auf die Aufrechte rhaltung guter Eez'iehungen zu Mosfcau . Der Absch iusf • ei ne§ miIit äri schen und Freune. schaftspaktes zwischen Moskau und ToMo, der dem Allianzvertrag Japans mit den Achsenmächten nahekäme, wäre R ern gesehen, weil die britischen Interessen dadurch weiter geschädigt würden« Deshalb sei such die Verschlechterung der englisch-russis chen Beziehungen zufolge der Beschlagnahmung der baltischen Schiffe- durch Bngland in Rom mit "Genugtuung zur Kenntnis genommen worden. nin Ba-^anbe ri cht an die Basler Kehrichten be fasst sich mit der Prozedur der Achsenmäcnte auf dem Balkan, deren Festlegung der Verfasser ,1s ein Ergebnis der Brenner-Begegnung erachte und deren iesen er darin erblicht, bei möglichst geringem Aufwand an eigenen Machtmitteln ans Ziel zu gelangen. Seit der Brenner-Begegnung arbeiten dt Achsenmächte im Blitztempo daran, an der unteren Donau und Schwarzen MeerKüste eine feste strategische Position zu sichern. Das Gelände wird vorwiegend mit diplomatischen und po Ii tische n Mitteln erobert und soll auf das nähere und fernere Gebiet des Südostens erstr.-cH werden. Ungarn habe sich längst in den Dienst dieser Politi 1- gestellt. Der freie Durchmarsch der deutschen' Truppen über das an Ungarn abgetretene noräsi eb enbüggen sei die natürliche Frucht dieses Binverständni sses . /Fortsetzung folgt/