Házi Tájékoztató, 1940. január
1940-01-03 [1931]
. - . Vc V/S Berlin, 3. Január ./MTI./ , ' " Unter der Uberscliriit "**TJngarn heute und morgón 11 beschaef~ tigt sich die Frankfurter Zeitung auf a«*^rsten Seite mit dem unga- ' rischen Revisionsgedanken im Zusaamcnhang mit Sem europaeisehen Kriege; Man habe in Budapest * so schreibt das Blatt unter anderem - darán erinnert, dass em kleines Land nicht aktiv ön'dem grossen Entscheidungen üoer die Zukunft Eurapas mitisirken kdnne, die jetzt in dem europaeisehen Kriege füllen mtissen. Aber man karMi auf der anderen Seite nioht 4itersében, dass sickUngam mit viachsender Eindeutigkei^ darauf einriohiet, im Gefflgo des europaeischen Krieges der Erfüllung seiner revisionistischat Ziele naehérzukommen. Man víill nicht versaeumen,die Ansprüche auf die RevisAon der in den Pariser Vorortsvertraegen geschafienen europaeischün Landkarte rechtzeitig anzumelden und allc Vorbereitungen zu treffen,die Ungarn in den Stand setzen sollen, zu gegebener Zeit fii? seine Ansprüche selbst einzutreten. Der ungarische-Revisionismus ist so alt/nie déB Friedens vertrag von Trianon selbst,Die Blicke werden auf das Kriegsende gerichtet oder besscr auf den Zeitpunkt^in dem sich die Entscheidungen. des europaeischen Krieges abzuzeishaen Tieginnen werden. Der einsí eintretende Abschluss des Krieges vtird'ein europaeischer Friede und nicht eine Serié von Sonderfrieaen sfiin* Dfts ist der Hauptgedanke,der die ungarische Politik beherrscbt^ Wenn der fcevisionistische Gedanke und die Ideologie des Stefansrcicaes staerker denn je gepflegt vierden,so TSill doch Ungarn zttnaechsfc aus 3einer aussenpoliti SCESÍ Zurückhaltung nicht neraustreten # líur in einer Richtung kmn man eine gtarke aus T senpolitische Aktivitást verzeichnen:Di&Annaeherung ;air; Jugoslavien, die schon seit Monaben im Gangé ist.wir>d mit grösstem-Eif er weitergepflegt.Dás gute deutsch-jugoslaviscne und italienisch-jugoslavische Verhaeltnis erleichterb ungarn diesc Politik,die goeignet ist,in einer wichtigen Richtung entspannte Verhaeltnisse zu scnaffen. W Ra/Ra Cg Berlin, 3. Jftnner. /DNB/ , 14 . . , , In t dsn ersten vier Kriegsmonaten habén, wie man hier feStstellt, wiederholt die deutschen Wirtschaftsmassnahmen. die bei ihrer EiniUhrung.am meisten in England glossiert wurden. schnellstens Nachahmune lm inselreich gefunden. Man erinnere sich nur an die 3infU.hrung der Deviseflbewirtschaftung. an die Rangordnung der Auf tragsausführungen /Hoer, Ausíuhr, Binnenmarkt/, an die Altmaterialverwertung, die Einführung gewisser Lebensmittelkarten. Jefct beginnt der Gedanke des deutschen ;,rbeitsdienstes' bei den Westmachten Anklang zu fin den, Nachdom sich Lord Derby in einer Zuschrift an die Times für die Einführung eines freiwilligen ^rbeitsdienstes der bchulontlassenen in angland oingesotzt hatte, unterstrich er in einer Pressevertrctern gewahrten Unterredung aufs noue dio Bodcutung eines derartigen Dionstos dor Jugond. Auf dicse Woisc wurden - so crklart Lord Derbv dio. Jugcndlichen der Gefahr der -rboitslosigkeit entrissen. Die Arbeitsdíenstíreiwilligen sollen auf dem ^andc, in der Forstwirtschaft des Inlands, der Dominion oder der Kolonien arbeiten. Selbst die Ti-ios-kann dic hohe othischc Bedcutung-des -*rbcitsdienstos nicht in Abrcde stollon. Dor Gedanke diescs Uionstos - sp erklart sie - bildc bei den Nizis einen hervorragondon Tcii der vormilitarischon Jugondausbildung, .deminan ohnc Fragc einen hohen erziehorisch.cn »»crt zucrl£ennen müsste. /SITI/