Házi Tájékoztató, 1939. november

1939-11-02 [1929]

Küm. Vé/Dé München, november 2, Die Münchner Neuesten Nachrichten veröffentlichen einen langeren Artike 1 über die Verhaltnisse in der Slowakei. Der Ver­fasser des Artikels, Dr. Hubert Hager bemerkt vor allém: Dass die Slo- . wakei vor einem halben Jahr ihre Selbstándigkeit an der Seite und unter dem Schutze des Deutschen Reiches gewpnaen hat, konnten ihr lange genug alle jenen Staaten nicht verzeihen, die sich zu dem Gegner Deutschlands záhlten, Der Dámmerzustand, unter dem das slowakische Vblk unter der jahrhundertelangen ungarischen Herrschaft bewusst gehalten worden war, und der ihm die Erkenntnis seiner eigenen Werte verwehrte, wurdo von den Prager Machthabern 1918. geschiclct ausgenutzt, um alsbald aus der ungarischen Provinz eine tschechische Provinz zu machen. Für das schlech­te Géwissen der Tschechen bestand kein Grund, das slowakische Brudervolk in einer Weise politisch zu erziehen, die letzten Endes doch nur zu einer Erkenntnis führen konnte, wie gewaltigg der Eetrug von Pittsburg war. An der Seite des Deutschen Reiches • - schreibt Dr, Hager weiter - hat die Slowakei eine eind-eutige Stellung im europáischen Konflikt bezogen, ihre junge Ar^ee kámpfte Sqhulter an S^hulter mit der deutschen Wehrmacht und die Rückkehr der dem slowakischen Volks­körper von den Polen entrissenem Teile zum Mutterland ist das umjubelte Ergebnis einer ebenso folgerichtige n, wie selbstverstandlichen Politik der slowakischen Staatsführung. Die Liquidierung des noch unter der tschechischen Herrschaft tobenden Volkstumskampfes, sei es auch durch schmerzliche Amputaxionen am Staatskörper zu Gunsten Ungorns, hat doch auf völkischem Gebiet zu dem Zustand der Befriedung gefahrt. Dr. Hager verweist auf den von den jahrhundertelangen Machthabern absichlich erhaltenen primitíven Zivilisationsstandard der Slowaken und schildert sodann die Wirtschaftsstruktur des Landes, die das wertvollste Unterpfand der slowakischen Eigenstaatliehkeit sei. Von der "Primitivitat" der slowakischen Bevölkerung sind zwei Charakterzüge übrig geblieben: Die Bescheidenheit der Ansprüche und die stille Arbeit­samkeit, die den jahrhundertelangen Dienst für einen fremden Herren ver­rat, Zu den sc*iwersten Belastungen des jungen Stnates gehört, als Érbe der Österreich-Ungarischen Monarchie, liebe­voll gepflegt in der Aera Benes's und Hodzsa's^vor allém das Juden­problem. Es wird aller Anspannung der verantwortlichen Stellen bedürfen, um dieses Problem in der selbst gestellten, fünfjahrigen Frist zu lösen, /MTI/ G Ra/Rn Bukaie s t, november 2. /Magyar Távirati Iroda/ h ^urnáiul Molotov beszédével foglalkozva, megelégedés­sel állapit ja megrogy Oroszország szomszédjai megszabadultak attól a veszélytől, amelyet egy hadbanálló nagyhatalom szomszédsága jelent egy kisállamra . A szomszéd államik most már nyugodtan láthatnak mun­kájuk után.

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