Házi Tájékoztató, 1930. július-december
1930-07-05 [1911]
W i e n, 5. Julú/Spezial/ Die Wiener Neuate Nachrichten schreiben zu dem. Besueh des Bundeskanzlers Schobcr nach Budapest: Wenn der Kanzler nunmehr nach den anderea Auslandsreisen seine erste Reise in das Fau-Auslani . nachIfegara unternimmt so ist dies ein Gebot der Höflichkeit, das durch die amstmalige Verbundenhait eine Selbstverstaendlichkeit geworden ist, die gerade Bundeskanzler Schober den Ungarn schuldet, umsomehr als er den bereits ím Jahre 1922 vom Grafen Bethlm< abgestatteten Besuch nicht me£r orvviedenn konnte. Acht Jahre sicd inzwischen hmwegge gangén. Die zwischcn beiden Staaten ©estandenen Unzuköm.iilichkeitcn sind lacngst und endgültig bereinigt. Ungarn licsses sich in letzter Zeit besonders angelegen sein, den wirtschaf tspolitischen Schvvierigke* ten Osterreichs Eechnung zu tragen. . •„ _ Wic zur Bekundung des Willens, die einstmalige Verbundenheit in Form der Frcundnachbarlichkeit fortzusetzen, übarbrachte Minister dea Aeusscm Walko persönlich den Kanzler die dnladung, als Gast Ungarns zwei Tagc m.Budapest zu verweilen. ünd dicsér Mnladung folgt Dr.Schober. Er würde jeder anderen Folgc-n, wenn sie ihm von cinem der anderen Nachfolgestaaten überbracht würde. Das bi'di'ú bcsonacftigt sich dann mitbdon Gerüchten und Kombinát ioncn. die an den Budapester Besuch Schobers gcknüpft wérden, wobei es feststehi, mit Donaubun&plaencn habe dic Reisc des Kanzlcrs seibstverstaendlich gamicht zu tun und auch gegenüber dem Gcrücht von cinem italicnischösterreichisch-ungsr ischen Staatcnblock stcllt drs.Blatt fest, dass, wer den Kanzler kenne, wiesse, dass cr sich nicht von anderen Intcr essen in Schlepptau nehmen lasst. sclbst wenn die Knüpfung eines solchcn gcplant sein sollte, was nicht der Fali ist. Der Artikel achliesst foigendermassen : Osterreichs Kanzlor wird in Budapest warm, ungewöhnlich warm begrüsst werden. Sir frcuon uns dessen, dass zwei Staaten auf dicse Weise wieder einander naehcrkommen, sich wiederum anfreunden und in freundsehaftlichem Ncbeneinandcr sich besser miteinander vertragén werd:n, als es als der Fali war, als sie in ei* ner gewiss nicht glückliclen 3he lebtcn. In die sem Augenblick soll auch nicht überschen werden, dass Ungarn inncrhalb des ganzen dcutschon Volkes sich ^ősster Sympathie erfreut und dáss dat ganzt deutsche Volk Vorteile eus dicsér Vcrbesseru-ig der nachbarlichen Ver jseltnis se ziehcnwird, die Osterreich urd Ungarn c-inander wieder na:hcrbringen*Wenn wir sonach in dam Budapester Bcsuoh des Kanzlers echte und urdeutsene Ostmarkpolitik orschen, von der auch das staat lich unabhaengige und national so selbstbewusste Ungarn seincn Nutzen habén wird, so konnen wir diese-n Besuch nur. auf das ' Wacrmste begrussen. Durch die Person Schobers grüsst nicht nur Osterreich, sondern das ganze deutsche Volk dic staat lich sclbstaend ige rittoliche Nation der Magyarén. mm m mm f § P á r i s, július 5./Magyar Távirati Iroda/ „.$ A párisi lapok kiemelik, hogy az olasz sajtó felsőbb utasitásra nem közölte azt a nyilatkozatot, amelyet Briand tott a Daily Héráidnak, válaszul Grandi ugyanott megjelent nyilatkozatára, - - - i 9