Házi Tájékoztató, 1928. június-december

1928-06-14 [1904]

: í Berlin , 14. Juni /ung.Tel.-Korr.-Bureau./ uer Tag ver­öffentlicht heute .eine laengere Unterredung des Ministerpraesidcnten Grafen Bethlen welche di'eser dem nach Budapest entsandten Sonderbericht­erstatter des Blattes gewaelirte und schreibt einleitend: Gráf Bethlen versucht mit Etergie und Klugheit die verpfuschte Ordnung unseres Kontinents in andere sinngemaesse Bahm zu lenken und betreibt ebenso nachdriicklich, WÍE vorsichtig cíie Revision der von der Bntente geschaffenén mitteleuropaeischen Zustaende. Er wirkt als der typische Vertreter der politisch altbegabten Nation, die sich heute mehr, denn je in einem seelisch fundierten ' Abwehrkampf bef indet, der einer neuen Freiheit des Landes gilt. /Nachher folgen die Fragen des -öer ichter stktters und die Aeus- • serungen des Grafen Bethlen, wie sie das heutige Morgenblatt des Pester Lloyd widergibt./ Das Blatt begleitet diese Aeusserungen des Grafen Bethlen mit folgenáer Bemerkung: Die Aeusserungen des Grafen Bethlen dúrften in Európa ein recht erhebliches aussenpolitisches Interessé finden, da der ungarische Minister­praesident hier zu wichtigen Pragen einer mitteleuropaeischen Nord- Süd­Politik klare Stellung genommen hat. /-/ P r ag , 14. Juni. /Tschech. Tel.- Korr.- Bureau./ In der apostolischen N u iitiatur ver saraméit e sich heute zum ersten Male die kirchli­cne Kommission, die auf Grund des vor kurzem zv/ischen dem Keiligen Stuhl und der tschechiscnen Republik vereinbarten Modus vivendi sich mit der Abgrenzung und D9 tat ion der Diözesen zu befassen hat. Amvesend waren die Vertreter der hiebei intoressierten Diözesen der Tschecho-olov^akei und der angrenzenden Staaten. Perner war auch der SekrotSr dor Kommissicn Monsigncre Ritter anwesend. Don Vorsitz führte laut dem Hcdus vivondi der Nuntius Mcn­signoro Ciriacci. In der jitzung wurden ra ch der Eröf fnungsrede des Nuntius die al^gemeinen Richtlinien für die von der Kommissi on zu loistende Arbeit festgesetzt. /UTKB/. W ion, 14. J u ni. /Ung. Tel.- Korr.- Bureau./ Zur F r age der At­sohaffung von Lukács und Székely gibt der Abend len Standpunkt der Landesre­gierung Wien bekannt. Danach darf, solange nicht dic wichtigsten Beweise ver­liegen, dass das AsFl rGc ht 'missbraucht wurdc, dieses Recht nicht angetastet werden. Uber die Absehaffung entscheiüot endgültig der Landeshauptmann verj. Wien, wobei allerdings nicht verschwiegen werden darf, dass er dabei in'Aus­übung dor _ . Vorwaltung handelt und in gewisser Hinsicht gowisso Woisungen von dor B u ndesrogierung entgegennehmen muss. Im Falle dor Nichtoin­haltung dieser Woisungen kann der Landeshaup tmann vor das Vcrfassungsgericht bclangt werden. ^

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