Házi Tájékoztató, 1928. március-május
1928-03-09 [1903]
W i o n , 9. Mari. /Ung. To3 ...''Ji^fr.-'Bur»«ü. / ^l* 3 Wiener ffeuesten Nachrichten bringon einen Leitartik el untéi* civio TT Titol "Deutschland und Ungarn nach Szentgotthárd", in welchem es heisst : Es ist kein Geheimnis, dass Ungarn die sanftere Behandlung der Szentgottharder Angelegenheit in Genf nicht nur dem Proteste Italions gegen eine scharfe Untersuchung zu verdanken hat, sondern auch demUmstande, dass Deutschland zu einer solchen nicht die Hand bieten wollte. Wenn Ungarn klug ist, so muss es auS dem Parallelismus se ine r und der deutschen Intőressen zweifellos lemen : Es muss sich vor allém freimachen von dem Fantom eines Pangermanismus, der vermeintlich ein unmittelbar an Grossdeut schland grenzendes Ungarn mit dem Verlust seiner nationalen Unabhangigkeit bedrohen würde und es muss sich freimachen von jener Behandlung der deutschen Minderheiten, die es bei seinem italienischen Protektor gelernt zu habén scheint. Wien, 9. Marz. /Ung. Tel.- K Q rr.- Bureau./ Die Arbeiterzeitung schreibt zu der Optantenfrage folgendes •;: In dem Optantenstreit fand gestern abends nach der TT aupt sitzung eine vertrauliche Besprechung der Mitglieder des Völkerbundrates statt, welchor Titulescu auf Ersuchen fernblieb. Es stellte sich heraus, dass alle Mitglieder mit Ausnahme Stresemanns für die endgültige Regelung der Frage im Sinne des rumánischen Standpunktes sind. In der darauf folgenden Unterredung soll Chamberlain auch Stresemann überzeugt habén. Es wird daher für houte ein einstimmiger Beschluss erwartet x der in der letzten Sitzung entschlossene Empfehlung, die in der Sache Rumanien Recht gibt, als für Ungarn verbindlich erklárt. W i e n , 9. Marz. /Ung. Tel.- K ó rr.- Bureau./ Die Arbeiterzeitung bespricht heute dén von der Wiener Allgemeinen Zeitung gebrachten Zwischenfali, wonach dor Vertroter Ungarns General Tánczos die Originaldokumente, die er auf Verlangen Brisnds aus der Mappo herausziehen wollte, gar nicht bei sich gehabt habe, Die Arbei terze itung schreibt dazu : Es ist nicht anzunehmen, dass der Vertroter Ungarns, der sich auf seine Vertretung sorgfsltig vorbereitet hat, nicht gewusst habon sollte, was für Papiere er in der Mappe hatte. Dieser enthüllte noue Falschsplelertrick erregte peinliches Aufsehen. W i e n , 9. Marz. /Ung. Tel.- Korr.- Bureau,/ Die Neue Freie Presse meldet aus Genf, beziehungsweise au<s Prag, dass die Gerüchte über Rücktrittsabsichten des Generalsekretars des Völkerbundes Drummond und von den Aspirationen Dr. Benes* auf diesen Posten, dementiert werden. P § P á r i s,március 9. /l.agyar Távirati Iroda ./ A Popailaire a gépfegyverügyről vezércikkezik. Szerinte a gépfegyverügy a hamis bank1 elvek ügyének foly:atása. A cikkiró szerint a fasciszta kormányokat ugy kell kezelni, mint a béke igazi ellenségeit-kihivas es megalazas nélkül, azonban erőteljesen, amint'azt megérdemlik. ——~* —— /•