Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)
D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582
1581. március 17. 24. (1.62.r.-62.v.) An heut dato ist für herrn Stattrichter Felixen Seitmann erschinen Phillip Frischem fleischhackherknecht, mit anzaigen er werde bezichtigt, alß solte er verschiner zeit wie er alhie gearbaittet, vnehrbarer thatten halben weckh geschafft sein, weillen ime dann hieran beschlichen veracht bescheche hatte er vmb schriftliche glaubwierdige khundtschafften gebetten, die alßdann vnnder jeztbemeltes herrn richters Verfertigung, ime also verfolget vnnd mitgethailt wordenn, das er nit übel vnnd verstandner massen, sonndern ehrlichen vnnd wie einem redlichenn gesellen woll ansteet vnnd gezimbt alß dann menigelichenn wissen von hinen sein, ein abschiedt gegenumenn, sich auch sonnsten die zeit alhie nit annderst dann gepierlichenn verhalten habe. Actum denn 17 martifi] afnno] [etc.] [15]81 istfen], 25. (1.62.v.-63.r.) Denn ainvnndzwainzigistenn martifi] anno ainvnndachzigistenn ist durch herrn richter Zschopo Ambroß von Peillerstorff gebüerttig, Saba Mathes burgers alhie diennstkhnecht, so mit des Polio Januschenn khnecht einem Michäl genanndt, mit fräuentlichen guetten willen ein khalb erworffenn, verzeret, vnnd sonst [en] vnnuzlichen verbraucht hat, auf sonndere fürbit seiner befreundten vnnd verwantenn alß Naigdt Albrechtén richter zu gedachtem Peillerstorff, Serusch Caspern, Mißsarusch Martlenn, Serusch Georgen, Georg Bommgraz, Naigdt Istuann, vnnd Worig Lorenzfen], auch Zschopo Petern, vnnd Zschopo Clementen, alle daselbsten, widerumben vnnd der gestalt sein er habenden verhafftung ledig vnnd auf freien fueß gelassen wordenn, nemblichen das bemelter richter vonn Peillerstorff, den gefanngen sonnderlichen dahin halten, vnnd bedacht sein welle, das er in einem vnnd andern niemanndt khainenn verern schaden zuefüege. Actum vt supra. 1581. április 19. Aprillis 26. (I. 64.r-65.r) In der Sachen, derwegen Wolffen Vizdombs tagwerchers alhie eheweib, wider inne iren mann Wolfffen] Vizdomb fürkhumenn, vnnd sich beschwerth, er hielte sy wegenn das mann ime gesagt haben solle, sy hette mit Leonhardten Froschmairin vnehrn zuthuen gehabt, daran ir doch vnrecht bescheche, also übel, das si nit lenger mit ime hausen khünde, Darauf Wolf Vizdumb fürgeben, es habe ime bemeltes Froschmairs weib selbsten anzaigt, ir mann habe zu seinem weib dise wort geredet, er habe khainen liebem schaz dann si, derwegenn er pillichen einen argwonn gefasset, vnnd nichte guets wannß gar nit ist, gedennckhen khünen. In diser hanndlung bemelter Leonhardt Froschmair fürgewenndet, er wisste sich dergleichen redenn, so er gethann haben solle, durchauß nit zuerindern, vnnd habe sein lebenlanng mit ir clagerin nichts vnehrliches zuthuen gehabt. Hierauf die Froschmairin vernumen worden, vnnd von ambts wegen genuegsamb vermannet, welliche sagt, ir mann sei ja ainstmallen in trunckner weiß bey der clagerin gestanndfen], vnnd gesagt, mein 104