Handels- und Gewerbs- Almanach 1842
Handels- und Gewerbs-Almanach 1842. - I. Theil - Königliche Freistädte, Städte, und privilegirte Märkte Ungarn's, Croatien's und Slavonien's
Herr Hochsinger Michael itpb Söhne, Nürnberger-, Tuchs und Schnitt-Waaren. — Fisser Gebrüder, mit Nürnberger-Tuch- und SchnittWaaren. — Neuwirth Bernhard und Söhne, mit Schnitt-Waarett* — Waiß Salamon, mit Leder. Waiß Moyses, mit Steingut- und Glas-Waaren* — 211 — D e b r e c z i n. Debreezin (Debreczen, Debrecinum, Debrecin), seit dem Jahre 1715 eine königliche Freistadt, 17 V* Posten von Ofen, 4 von Großwardekn, und 14 von Clausenburg entfernt, mit 50,000 Einwohnern, im Biharer Komitate. Die Stadt liegt in einer weiten, fast unabsehbaren Ebene, und ist nicht so wegen ihrer Bauart, als wegen ihrer bedeutenden Ausdehnung bemcrkenswerth. Die äußerst fruchtbaren Weiden, welche die Stadt umgeben, befördern die Viehzucht und den Ackerbau ungemein, und unzählbare Herden von Rindrieh bedecken die Umgegend, so zwar, daß nach glaubwürdigen Daten einzelne Eigenthümer oft 10,000 Stück Ochsen auf die Weide getrieben haben. Die Viehzucht und der vortreffliche Weizen, welcher auf dem städtischen Gebiete in einer erstaunlichen Menge wächst, gewähren der Stadt die größten Handels - Vortheile, die durch den Verkehr mit gemästeten Borstenvieh, und den, von demselben gewonnenen Speck noch bedeutend vermehrt werden. Außer diesen Erzeugnissen fehlt es den Einwohnern von Debreezin auch nicht an industriellen, um ihren Handel zu beleben, wovon die rothen tbonerdenen Pfeifenköpfe, die Mundstücke von Horn, die Messer, die groben wollenen Zeuge, vorzüglich aber die, wegen ihrer Weiße und Leichtigkeit berühmte Seife die Hauptzweige bilden. Aus der groben Wolle der einheimischen Schafe, die sich von den ausländischen durch ihre gedrehten Hörner und sehr lange Wolle unterscheiden, verfertigen die Einwohner eine Art schwarzer ungarischer Bauern - Mäntel (Guba) und Kozen in bedeutender Menge, welche weit und breit verführt werden. Die hiesigen großen Märkte, welche viermal im Jahre nämlich am 17. Jänner, 21. April, 15. August und 9. Octo14*