Folia historica 21

I. Tanulmányok - Nagy Sándor: Egy renitens honvédtiszt hányattatásai

In der selben Zeit geriet aber Petőfi im Mittelpunkt einer ehrenverletzenden Auseinan­dersetzung zwischen Bem und dem General Graf Vécsey. In Debrecen wurde er damit beschuldigt, dass er die Ansichten von Bem eigenmächtig veröffentlichte. Kossuth hat den Dichter nicht mehr beschützt. Als der stellv. Verteidigungsminister General György Klapka Anfang Mai Petőfi getroffen hat, ist er grob über ihn hergefallen und Petőfi zur Abdankung gebracht. Im Hintergrund der Sache stand wahrscheinlich der beleidigte Mészáros. Obwohl die Unschuld von Petőfi bald bewiesen wurde hat ihn der stellv. Verteidi­gungsminister, als er Petőfi bei der Belagerung von Buda begegnete, verhaften lassen, weil er in einem privaten Brief die Ehre von Klapka verletzte. Aus der Haft wurde er nur auf den Be­fehl vom General Artúr Görgei entlassen. Wegen den vielen Demütigungen hat Petőfi auf seinen Rücktritt bestanden, im Juni 1849 hat er die Armee endgültig verlassen. Im Juli hat er sich doch zum Heer von Bem in Sieben­bürgen angeschlossen und am Ende des Monats ist er in der Schlacht gegen die Russen bei Schäßburg (Sighi$oara) eigentlich als Soldat gefallen. Nach der Konklusion des Artikels wurde die stürmische Karriere von Petőfi in der Armee vom schweren Vergehen im November 1848 beeinflusst. Seine rhapsodische Natur, die auch in der Abweisung jeglicher Hierarchie zeigte, hat die Gebundenheit der Disziplin nicht er­tragen können. Er hat zwar oft seinen Mut auf den Schlachtfeldern bewiesen aber er war eigentlich zur militärischen Laufbahn nicht geeignet. 83

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