Folia historica 14

Cennerné, Wilhelmb Gizella: Teleki László arcképei

Die Bildnisse von Ladislaus Teleki Die politische Laufbahn von Graf Ladislaus Teleki begann in der Magnaten­opposition des Landtages vom 1838. Der Österreicher Franz Eybl hielt den heftigen Débatteur und sarkastischen Redner in seiner Litographie fest. Die Gestalt von Teleki ist auf der Darstellung der Eröffnung des Landtages im 1848 in seiner charakteristischen Körperhaltung - mit vorne verschränkten Armen - als Steinzeichnung von Carl August Pettenkoffen auch wiederzu­finden. (Abbildung 1.) Seine oppositionelle Gesinnung wurde im Sommer 1848 durch mehrere Karikaturen angegriffen, deren Vorzeichnungen von Emanuel Andrássy entworfen worden waren. (Abbildung 2. — die erste Figur links.) Im September des Jahres 1848 verhess Teleki sein Vaterland wegen einer diplomatischen Mission. Er erlebte den Aufschwung des Freiheits­kampfes im Frühjahr 1849 in Paris, sowie die gänzliche Niederlage. Von den österreichischen Behörden zum Tode verurteilt, lebte er 11 Jahre lang im Exil in Frankreich, England, Belgien und in der Schweiz. Aus dieser Zeit sind uns Bildnisse in der neuesten Technik, der Photographie bekannt. Der Genfer peintrephotographe Vuagnat zeigt uns den Besucher von politischen Salons und Verhandlungspartner von wichtigen Persönlichkeiten in lässig­ungezwungenen Haltung, doch mit einer gewissen Melancholie im Gesischts­ausdruck. (Abbildung 3.) Im Dezember 1860 wurde Те ,, аИ während einer Privatreise in Dres­den verhaftet und den Österreichern ausgeliefert. Am Ende des Jahres wurde er zur persönlichen Audienz dem Kaiser Franz Josef I. vorgelassen. Franz Josef teilte ihm seine Begnadigung und deren Bedingungen mit. Er sollte mit seinen antihabsburgischen ausländischen Beziehungen aufhören, aus dem Kaiserreiche nicht ausreisen und sich in Ungarn einstweilen der politischen Tätigkeit enthalten. 41

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