Folia historica 10
Szilágyi Tibor: A bártfai stallum restaurálása (1981)
Der Autor gibt im weiteren Teil des Artikels die jetzige Grösse des Stallums und die ausführliche Beschreibung der mit relief-en-creux Technik (flache Schnitzerei) geschnitzten Verzierung an. Auf der rechten Seite der Schläfenwand ist das Wappenschild der Stadt Bártfa zu sehen, mit der Inschrift ANNO DOMINI 1483. An den Lehnen sind — wie es überliefert wurde — die Wappenschilder derjenigen Könige aus dem 15. Jahrhundert dargestellt, mit denen König Matthias gute diplomatische Beziehungen hatte. Der zweite Teil des Artikels beschreibt die einzelnen Phasen der Restaurierung in der Reihenfolge, wie es gemacht wurde, den ganzen Arbeitsgang vorstellend. 1. Durchforschung und Studium der Fachliteratur 2. Konsultation mit Fachleuten 3. Materialanalyse (Statik, Oberflächenbelegung, Farben, Probleme der Säuberung, Photodokuemntation, Vorschläge zur Restaurierung usw.) 4. Statische Verstärkung 5. Säuberung (Aufdeckung der originalen Farbenschicht) 6. Rekonstruktion (Ersetzung von Holzschnitzereien, Restaurierung der gemalten Teile usw.) 7. Oberflächenbearbeitung, Sscutz 8. Dokumentation der Restaurierung (Ungarisches Nationalmuseum, Dokumentation Inwentarnumern: 1981. Bei der Säuberung wurde ein jetzt aus 31 verschiedenen Verbindungen bestehendes, von Zoltán Szabó zusammengestelltes Lösungsmittel gebraut. Bei den gemalten Teilen war die Komposition 15, bei den Naturteilen die Komposition 23 am besten geeigenet, die originale Farbenschicht aufzudecken. Durch die Anwendung dieser Technik wurde es möglich die Farben und andere Belage voneinander stufenweise abrennbar zu machen und nur die gewünschte Schicht zu lösen. Die gemalten Oberflächen wurden mit Aquarellfarbe (ROWNEY) restauriert, da sie leicht zu entfernen, trotzdem farbecht ist. Die Stellen, wo die Farbenschicten fehlten, wurden auf Grund der Fachliteratur mit Konturlinien abgegrenzt und mit Punktierung und Schraffierung ersetzt. Der originalen Technologie getreu wurde zum Schutz der Oberfäche PUN-Wachs gebraut, welches durch ein besonderes kochendes Bienenwachses zu bekomme ist; seine Schmelztemperatur liegt bei 30—35 °C, dem Bienenwachs gegenüber, bei dem dieser Wert bei 20—25 °C liegt. 231