Folia historica 7

Rosonczy Ildikó: Adalékok Lenkey huszárszázadának hazatéréséhez

kadron wurde als unverlässig nach Mariampol zurückgeleitet. In einer unzufriedenen Stimmung traf also die Flugschrift „Einige Worte an unsere im Ausland befindlichen Soldaten" - datiert am 4. Mai 1848 - die Eskadron; sie, das heisst die im Ausland stationierenden Soldaten, wurden darin zur Heimkehr und zum Schutz der in Gefahr schwebenden Hei­mat und der im März erworbenen Verfassung aufgerufen. Der Text der Flug­schrift war bisher unbekannt, ihre damalige deutschsprachige Übersetzung kam erst jetzt zum Vorschein, den ganzen Text stellen wir in den Anmerkung­en dar. Den in Galizien angekommenen Exemplaren der Flugschrift schrieb die Leitung des Soldatenvolkes, der Disziplin und der zusammenhaltenden Kraft der Armee vertrauend, keine besondere Bedeutung zu, obwohl ihre Wirkung entscheidend war, gerade sie zeigte nämlich die Möglichkeit eines Auswegs dem zu der oben genannten unmöglichen Situation gelangten Husa­renregiment dadurch, dass sie in Ungarn ungeduldig gewartet und seh benötigt werden. Nach einer Vorbereitung setzte sich die Eskadron am Abend 28. Mai von Mariampol nach Ungarn in Marsch, sie nahm den Oberleutnant von Fiath mit Gewalt mit und gelangte am Nachmittag nächsten Tages nach Ungarn. Der Fall überraschte die Organe der Armee. Der Regimentskomman­dant befahl erst verspätet die Gefangennahme der Deserteure, der Brigadier schickte den abgelösten Rittmeister von Lenkey, der mit seinen Obrigkeiten in Gegensatz geriet, nach der Eskadron, um seine Husaren mit seinem An­sehen zur Rückkehr überreden zu versuchen. Die Eskadron folgte aber der Aufforderung zur Rückkehr nicht, sie nahm auch ihren Rittmeister mit und nach der Übertretung der ungarischen Grenzelb at ihn zur Übernahme des Kommandos, von Lenkey kam diesem Wunsche entgegen. Obwohl die Offi­ziere von Lenkey und von Fiath den Plan der Entwichung nicht gekannt hat­ten, aus ihrer späteren Bekenntnis stellt sich heraus, dass sie nachträglich die­sem Schritt zustimmten. In einigen Tagen nach dem Erfolg der Entwichung der Eskadron von Lenkey, am 4. Juni, wurde ein neuer Entwichungsversuch beim Husarenregi­ment von Württemberg unternommen. Die Oberst erste Eskadron des Husa­renregiments wollte der zweiten Eskadron folgen, aber der Plan wurde be­kannt und seine Durchführung verhindert. Infolge der allgemeinen Stimmung im Regiment wagte aber von Hammerstein, Generalkommandant von Galizien, die Verantwortung für sie nicht mehr zu übernehmen, wenn das Regiment in seiner früheren Garnison, 162

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