Folia historica 4

Heiszler Vilmos: A bécsi katonai vezetők olaszellenes preventív háborús tervei 1876-1881

Die präventiven Kriegspläne der führenden Wiener Militärs 1876-1881 Als der bekannteste Befürworter eines Präventivkrieges gegen Italien galt der Generalstabschef Conrad von Hötzendorf. Seine diesbezügli­chen Pläne stehen aber nicht ohne Präzedens da: schon in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts hatten die führenden Militärs die Pläne eines Präventiv­schlages gegen Italien ausgearbeitet. Diese Pläne waren nicht isoliert von den Wandlungen in der allgemeinen Politik zustandegekommen: parallel mit der Belebung der gegen Österreich-Ungarn gerichteten irredentistischen Propa­ganda in Italien nach 1876 erscheinen die ersten ernsteren Kriegspläne. Der beharrlichste Befürworter eines italienischen Krieges war der Generalinspektor des k.u.k. Heeres, Erzherzog Albrecht. Die Familienbeziehungen und die militärische Laufbahn Albrechts hatten ihn mit vielen Fäden zum südlichen Nachbarland geknüpft. Auf dem Grunde seiner erzreaktionären politischen Überzeugung sah er in Italien nicht bloss den machtpolitischen Rivalen, sondern auch den Brandherd der Revolution. Deshalb trat er in mehreren Memoranden und Aufzeichnungen für einen Krieg gegen Italien ein. Von der Ausschaltung des gefährlichen Nachbarn hatte er die Stärkung der Macht­position der Monarchie erhofft. Der Aufsatz stützt sich auf das im Országos Levéltár (Staatsarchiv), Budapest aufbewahrene Familenarchiv Albrechts, wo mehrere operative Studien des Erzherzogs zu finden sind. 129

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