S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 56. (Budapest, 1995)
52% an jedem 20-sten Tag und ihre 67-77% an jedem 28-sten Tag in der Proben vorkommen. Deshalb haben sie vorgeschlagen, daß die Einsammlungszeitdauer der Proben mindestens die 20-28-sten Tage erreichen soll. Während der Markierung haben wir - innerhalb der Gruppenmarkierungsmethoden - die Verstümmelung angewandt, die den meisten Populationschätzungs-, Populationverbreitungs- und Populationwanderungsuntersuchung mit "Markierung-Wiederfang" entspricht. Während unserer Untersuchungen wurden die Laufkäfer in den drei Probeflächen folgenderweise markiert: es wurde aus den Flügeldecken der Laufkäfer ein Stück am Ende abgezwickt. In der Doline "M" wird das Elytron an der rechten Seite, in der Doline "E" an der linken Seite und in der Doline "T" an beiden Seiten verstümmelt. Die im Insektarium durchgeführten Beobachtungen haben bestätigt, daß die Verstümmelung weder die Lebensdauer noch das Verhalten der Tiere beeinflußt hat. Greenslade (1964, zit. Southwood 1978) hat bei den individuell markierten Laufkäfern aufgezeichnet, daß sich die Laufkäfer am Tag nach der Freilassung mit einer viel größeren Intensität bewegt haben, als an den folgenden Tagen. Diese vergrößerte Aktivität läßt sich folgenderweise reduzieren: wenn die Bewegung des Tieres eine charakteristishe Periodizität hat, muß das Tier während der inaktiven Periode losgelassen werden. Da die Aktivität der von uns untersuchten Arten ausschließlich eine nächtliche Periodizität hat (Thiele 1969, zit. Schneider 1985), sind die markierten Tiere bei Tage losgelassen worden. Während unserer Arbeit wurden die Ortswechsel untersucht, die sich auf das Habitat, bzw. auf das Verbreitungsgebiet der Population beschränken, und die mit dem Nahrungserwerb, mit der Paarung, mit den Orten der Eiablage, sowie mit der Änderung der verschiedenen ökologischen Umweltfaktoren in Verbindung stehen. Wir haben also die Antwort auf die zwischen den einzelnen Habitaten verlaufenden Wanderungen, bzw. auf die Ortstreue gesucht. Im Laufe unserer Untersuchung wurden die voneinander äußerlich und auch im Raum gut abgegrenzten Dolinen als Habitate betrachtet. ERGEBNISSE UND DISKUSSION Unterschiedliche Ortstreue von Abax ater und Abax ovalis Im Jahre 1991 wurden vorläufige Untersuchungen in den Dolinen "E" und "T" vollgeführt. Die Tabelle 1. enthält die monatlichen Fangergebnisse der Periode vom 29-sten April bis den 31-sten Oktober 1991. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde die monatliche Änderung der Werte der relativen Abundanz der Arten Abax ater (Villers, 1789) und Abax ovalis (Duftschmid, 1812) in den zwei Gebieten der Probeflächen in der Periode der Grundforschung ausgerechnet (Abb. 1. und 2.). Aufgrund der gewonnenen Ergebnisse haben wir entschieden, die unerläßlichen Markierungsprozesse zur Untersuchung des zwischen den einzelnen Habitaten verlaufenden Wanderungsverhaltens bzw. der Ortstreue im nächsten Forschungsjahr von Juli bis August zu verrichten. Diese Abbildungen zeigen nämlich, daß die Art Abax ater (Villers, 1789) in dieser Zeitperiode einen sehr hohen Wert der relativen Abundanz zeigt. So konnte man annehmen, daß zahlreiche Individuen während der Periode der Markierung markiert werden können, und sich auch das Wiederfangsverhältnis - gerade wegen der großen Markierungszahl - günstig gestaltet. Im Fall der Art Abax ovalis (Duftschmid, 1812) ist es auf die Zeitperiode von Juli bis