S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 56. (Budapest, 1995)

Abb. 2-3. Carabus hungaricus frivaldskyanus, 2 = Männchen (24 mm), 3 = Weibchen (27 mm) einer beschränkten Fläche, sogar in Verhähltnis zur Gesamtfläche des 5-6 Hektaren grossen Semita-Waldes. Diese xerofile steppenbewohnende Unterart ist sogar auf diesem beschränkten Areal eine stenobionte Käferart. Das Vorkommen in einem Robinienwald ist auch auffallend, denn die amerikanische Robinie ist hier erst vor 1-2 Jahrhunderten angepflanzt worden. Zum Schluss noch einige Bemerkungen über die hier sympatrisch vorkommenden Carabus- Arten: Carabus (Eucarabus) ullrichi ist im Gebüsch am Waldrand sehr häfig. Die Popula­tion trägt Merkmale der Unterart planitiae Csiki, 1929, aber auch diese von jaroslavi Fleischer, 1898, welche in der jugoslawischen Vojvodina in der Zone Vrsac gesammelt wurde und als eine Übergangsform zu Carabus ullrichi sokolari Born, 1904 betrachtet werden kann. Carabus (Procrustes) coriaceus ist ebenfalls sehr häufig, besonders im Herbst in Gegensatz zu ullrichi, welche im Frühjahr häufiger ist. Es handelt sich scheinbar um die Unterart praeylliricus Szél, 1993, welche in Ungarn aber auch in der Vojvodina vor­kommt. Diese kann viellecht eine Transitusform sein zu coriaceus banaticus Redtenba­cher, 1849, welche im südlichen Banat und in Oltenien vorkommt. Carabus (Carabus) cancellatus wurde in Anzahl gesammelt (über 50 Ex.) im Früh­jahr. Sie gehören zweifellos zur Unterart graniger Pallardi, 1825, einige rufobasale Exemplare zeigen Merkmale von Carabus cancelatus tibiscinus Csiki, 1905. Diese wurde aus Ostungarn beschrieben, ist aber auch aus Rumänien gemeldet worden. Die anderen sympatrischen Carabus-Arten, wie violaceus, convexus und montiva­gus (nur zwei Exemplare), stellen keine taxonomische oder biologische Probleme. SCHLUS SFOLGERUNGEN Die Wiederentdeckung von Carabus (Pachystus) hungaricus frivaldskyanus, 60 Jahre nach der Erstbeschreibung in einem anderen Biotop, welcher aber mit demjenigen

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