S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 56. (Budapest, 1995)
Beiträge zur Kenntnis des Carabus hungaricus frivaldskyanus Breuning neuentdeckt im Banat, Rumänien (Coleoptera, Carabidae) P. Lie Contribution to the knowledge of Carabus hungaricus frivaldskyanus Brcuning rediscovered in Banat, Romania (Coleoptera, Carabidae) - Collecting data and habitat description of Carabus (Pachystus) hungaricus frivaldskyanus Breuning, 1933 rediscovered recently at Jamu Mare (Banat, Romania), are given. With 3 figures. Im Winter 1993-94 habe ich eine briefliche Verbindung mit der Universität von Amsterdam aufgenommen, wo die Carabidensammlung Breunings aufbewahrt ist, um näheres über die Unterart Carabus hungaricus frivaldskyanus Breuning, 1933 zu erfahren. In einem Brief vom 2.II.1994 schrieb mir Herr Ben Brugge, collection manager, liebenswürdigerweise folgendes: "In der Sammlung sind 4 (vier) Exemplare dieser Art aufbewahrt mit den folgenden Fundortdaten: ein Exemplar aus Temesvár, ein Exemplar von Máslak-Remete, und zwei Exemplare aus Deliblát (diese letzterwähnte Ortschaft befindet sich heute im lugoslawischen Banat, in der Vojvodina). Ausser dem Exemplar von Máslak-Remete, gesammelt am 7.VI.1907 enthalten die Fundortzetteln der anderen Exemplare keine genauere Daten. Ich zitiere den Originaltext: "es gibt nur ein Data an dem Exemplar von Máslak-Remete, 7.VI.1907. Weiter gibt es keine Auskunft, kein Sammler ist angegeben. Es ist möglich, dass die Tiere gekauft sind von einem Händler". Um weiteres über das Problem Carabus hungaricus frivaldskyanus zu erfahren, wendete ich mich an Herrn Győző Szél, Coleopterologe im Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museum, Budapest. Er teilte mir in einem Brief von 2.XII.1993 mit, dass in diesem Museum 3 (drei), möglicherweise 5 (fünf) Exemplare dieser Art (zwei sind unsicher) aufbewahrt sind, die alle am Ende des vorigen Jahrhunderts gesammelt wurden. Sie tragen von Ede Merkl, János Frivaldszky und Karl Fuss geschriebene Fundortzetteln. Die Tiere stammen vermutlich von denselben Fundorten wie diejenigen aus der Sammlung Breunings. Im Frühjahr 1994 habe ich das Sammeln in der Zone Jamu Mare (Abb. 1), im Semita-Wald fortgesetzt. Ich habe sieben Sammelausflüge unternommen, am 25.IV., 14.V., 26.V., 6.VI., 20.VI. und 28.VI. Ich verwendete Bodenfallen mit verdünntem Essigköder und konnte 92 Exemplare sammeln. Das Verhältnis an Zahlen zwischen Männchen und Weibchen war ungefähr eins zu eins. Die Käfer waren an 25.IV. scheinbar noch nicht aktiv. Am 14.V. sammelte ich zwei, am 26.V. zehn, am 6.VI. fünfunddreissig, am 20.IV. fünfundzwanzig und am 28.VI. zwanzig Exemplare. Rechnet man die dreizehn im Hrebst gesammelten Exemplare dazu, wurden während der dreizehn Sammelausflüge insgesamt 105 Exemplare gesammelt.