S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 54. (Budapest, 1993)

der mitarbeitenden Länder hat sich mit der Zeit verändert und trägt der neuen Situation in Europa zunehmend Rechnung. Im folgenden werden einige wichtige Teile der Statuten bekanntgegeben, die über die Ziele, den Inhalt und die Form unserer Arbeit Auskunft geben. 1. Die SIEEC ist eine nichtstaatliche, ständige Institution, die in freiwilliger, unentgeltl icher Tätigkeit das Ziel verfolgt, die Entomofaunistische Wissenschaft in Mitteleuropa allseitig zu fördern. Im Zentrum ihrer Wirksamkeit stehen die Tätigkeit eines gewählten ständigen internationalen Komitees und in 2-3jährigem Turnus abgehaltene Symposien. Das SIEEC leistet sich aus einer Willenserklärung der Teilnehmer der entomologischen Tagung im September 1964 in Opava her. Während seiner III. Zusammenkunft im April 1968 in Görlitz wurde die Bildung eines ständigen Komitees beschlossen. 2. Hauptthemen der Arbeit der SIEEC sind: - Förderung der taxonomischen Grundlagenforschung - Methoden der Faunistik (unter besonderer Berücksichtigung der durch die Informatik gegebenen Entwicklung) - Probleme der faunistischen Kartierung - Dokumentation der Insektenfauna Mitteleuropas - Förderung der Erarbeitung und Herausgabe von Faunenwerken - Erstellung von Spezialisten-Listen der beteilligten Länder - Förderung der regionalen Forschung (besonders auch grenzübergreifende Projekte) - Erstellung von Roten Listen für den Gesamtbereich Mitteleuropas (unter Einschluss einers Biotopkatalogs) - Ausarbeitung von Katalogen über Massnahmen zum Schutz von Insekten (Liste gefährde­ter Biotope) 3. Zur Information und Koordinierung der Forschungsarbeiten werden im Abstand von 2-3 Jahren Symposien abgehalten. In Vorträgen werden laufende und abgeschlossene Arbeiten der teilnehmenden Länder geschildert und diskutiert. Es werden ausserdem Vorschläge und Pläne für die zukünftige internationale Zusammenarbeit vorgelegt, Bedarf für Forschungsar­beiten, besonders seitens der Praxis besprochen. 4. * An der Arbeit nehmen folgende 10 Länder teil: Deutschland, „Jugoslawien", Nieder­lände, Osteneich, Polen, Rumänien, Schweiz, „Sowjetunion", „Tschechoslowakei" und Ungarn. 5. Im Interesse einer kontinuierlichen Zusammenarbeit arbeitet ein Ständiges Komitee**. Aus jedem Land werden in dieses Komitee durch Wahl 3 Mitglieder aufgenommen. 8. Uber die Erweiterung der teilnehmenden Länder entscheidet auf Vorschlag von wenig­stens zwei Kommissionen das Plenum des Ständigen Komitees. 9. Die Symposien werden abwechselnd in den teilnehmenden Ländern abgehalten. Eine bestimmte Reihenfolge wird nicht festgelegt. Die Organisation des jeweiligen Symposiums wird vollständig den Vertretern jenes Landes übertragen, in dem es stattfinden soll. 18. Das Ständige Komitee stiftete auf die Anregung Ungarns einen „Ehrenpreis für * In diesem Punkt ist unser Statut nicht mehr völlig aktuell (es wird anlässlich des XIV. SIRKC 1994 in München verändert werden). Von den jugoslawischen Staaten ist z. Zt. nurSIowenien Mitglied. Die Folgestaalen derchemaligen Sowjetunion sind noch nicht in neuer Weise in das Ständige Komitee aufgenommen. Die jetzigen Vertreter repräsentieren drei Staaten der GUS. Der staatlichen Trennung der Tchechoslowakei wurde bereits Rechnung getragen, und es arbeiten sowohl Vertreter der Tschechischen wie auch der Slowakischen Republik mit. ** Im Jahre 1989 wurden ein Präsident (Dr. B. Klausnitzer) und ein Sekretär (Dr. S. Mahunka) für dieses Gremium gewählt.

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