S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)

Liodes - Leiodes : Wie schon oben geschildert, wird ab REITTER die Gattung wieder im Sinne LATREILLEs gedeutet. Aber sie trägt nun den Namen " Liodes" ; dies ist eine ungerefechtfertigte Emendation. (Diese Emendation ist jedoch nicht auf REITTER, sondern auf ERICHSON zurückzu­führen, der, wie schon oben berichtet, die vertauschten Gattungsnamen anwendet und als erster den Namen " Liodes" für die Gattung Anisotoma gebraucht.) Erst HATCH 1929: 13 berichtigt diese un­berechtigte Schreibweise und nennt die Gattung wieder wie ursprünglich beschrieben Leiodes . Dies wurde aber von vielen Autoren bis heute ignoriert, und diese nennen die Gattung immer noch Lio­des . Um nun die leidige Angelegenheit endlich abzuschliessen, die Gattung muss in der ursprüng­lichen, korrekten Schreibweise Leiodes Latreille heissen. Pseudohydnobius , Pteromerula , Eremosphaerula : Diese Untergattungen sind lediglich auf ab­weichende Punktierungen der Flügeldecken oder auf die Beborstung der Parameren begründet. Die Typus-Arten dieser Untergattungen sind jedoch typische Vertreter des subgenus Leiodes s.str. Deshalb sind sie lediglich als jüngere Synonyme von Leiodes Latreille zu betrachten. Tabelle der Untergattungen von Leiodes 1 Mittelbrust niedrig gekielt, der Kiel verlauft vom Vorderrand der Mittelhüften in gleichmässig geringer Höhe zum Vorderrand der Mittelbrust (Abb. 103-105) Leiodes s. str. - Mittelbrust hoch gekielt, der Kiel verläuft vom Vorderrand der Mittelhüften gerade zum Vorderrand der Mittelbrust und fällt dort steil ab (Abb. 106-108) Oosphaerula Gangibauer Bestimmungstabelle der palaearktischen Arten der Untergattung Leiodes s. str. 1 Flügeldecken unregelmässig und verworren punktiert, keine geraden Punktreihen bildend 2 - Flügeldecken mit regelmässigen Punktreihen 3 2 Vorderschienen zur Spitze 2, 5-3x so breit als an der Basis. Körper oval inordinata (J.Sahlberg) - Vorderschienen zur Spitze nur 2x so breit als an der Basis. Körper langoval multipunctata (Rye) 3 Die Punkte der Zwischenräume auf den Flügeldecken sind ebenso stark und kräftig als die Punkte der Hauptreihen 4 - Die Punkte der Zwischenräume auf den Flügeldecken sind ausser den grösseren Punkten in den abwechselnden Zwischenräumen sehr deutlich schwächer als die Punkte der Hauptreihen 5 4 Endglied der Fühler deutlich kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen punctulata (Gyllenhal) - Endglied der Fühler fast so lang wie die zwei vorhergehenden zusammen circinipes (Rye) 5 Die einzelnen Punkte der Flügeldecken mindestens seitlich mit deutlichen Quer­rissen verbunden 6 - Flügeldecken ohne Querrisse 12 6 Rugositäten nur an den Seiten der Flügeldecken deutlich erkennbar. Fühlerkeule an­gedunkelt. Hinterecken des Halsschildes breit abgerundet hybrida (Erichson) - Rugositäten auf der ganzen Oberseite der Flügeldecken sehr deutlich 7 7 Grosse Art 3,2-4,5 mm. Körper breitoval. Halsschildhinterecken breit abge­rundet rugosa Stephens - Durchschnittlich kleiner 2,2-3,5 mm. Körper langoval. Halsschildhinterecken einen rechten Winkel bildend 8 8 Die einzelnen Glieder der Hintertarsen distal nicht konisch erweitert taurica (Breit)

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