S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)

A. multistriatus : Der Typus dieser Art befindet sich nicht in coli. GYLLENHAL am Uni-Mus. Uppsala und konnte trotz vieler Bemühungen auch sonst nirgendwo aufgefunden werden. Man kann jedoch diese alteingeführte Art nach der Originalbeschreibung einwandfrei identifizieren, deshalb ist es nicht nötig, einen Neotypus festzulegen. H. suturalis , portevini : Bei der Untersuchung des Holotypus von suturalis Portevin stellte sich heraus, dass diese Art ein jüngeres Synonym von multistriatus ist. Ausserdem war suturalis Portevin, 1905 durch suturalis Zetterstedt praeoccupiert, da beide Arten bisher in der Gattung Hydnobius geführt wurden. Dies erkannte HATCH und gab der Art 1929: 11 den neuen Namen por­tevini . Wie jedoch aus oben geschilderten Umständen hervorgeht, ist auch portevini Hatch synonym zu multistriatus Gyllenhal. H. zolotarevi : Die Überprüfung des Holotypus dieser Art führte ebenfalls zu dem Ergebnis, dass zolotarevi Roubal ein jüngeres Synonym von multistriatus Gyllenhal ist. H. strigossimus : Der Typus dieser Variation muss als verschollen gelten, da er sich nicht in coli. ROUBAL am Nat. Mus. Bratislava befindet, und auch keine Hinweise über seinen Verbleib bekannt wurden. Nach einem Studium der Originalbeschreibung kann man sich jedoch der Meinung ROUBALs anschliessen, dass es sich bei strigossimus lediglich um eine Variation von multistria­tus handelt, und dieser somit keine Bedeutung zukommt. LEIODES Latreille Leiodes Latreille, 1796: 22 (Typusart: Sphaeridium ferrugineum Fabricius, 1787, festgelegt durch Latreille 1802: 163). - Hatch 1929: 13. Anisotoma, Schmidt 1841: 143-145 (nec Anisotoma Panzer, 1797). Liodes , Reitter 1884: 93, 96 ungerechtfertigte Emendation. Pseudohydnobius Gangibauer, 1899: 208 (Typusart: Anisotoma punctulatum Gyllenhal, 1810, durch Monotypie), syn. n . Parahydnobius , Fleischer 1908: 18 (inkorrekte Schreibweise von Pseudohydnobius Gangibauer). Pteromerula Fleischer, 1905: 314 (Typus-Art: Anisotoma pallens Sturm, 1807), syn . n . Oreosphaerula , Hlisnikovsky 1964f: 285-287 (nec Oreosphaerula Gangibauer, 1899). Eremosphaerula Hlisnikovsky 1967b: 260-263 (Typus-Art: Liodes sparreschneideri Strand, 1943a, designiert von Hlisnikovsky unter dem synonymen Namen Liodes (Eremosphaerula) terricola Hlisnikovsky 1967b: 260-262), syn. n . Die Gattung ist durch die Kombination folgender Merkmale charakterisiert: 1) Tarsenzahl 5-5-4. - 2) Fühler 11-gliedrig mit unterbrochener 5-gliedriger Keule. - 3) Mandibeln zusammen einen Halbkreis bildend, linke Mandibel in der oberen Hälfte mit einem grossen stumpfen Zahn, rechte Mandibel in der oberen Hälfte mit einem grossen zugespitzten Zahn. Mandibeln sonst wie Abb. 97. - 4) Maxillae und Labium mit Taster wie Abb. 98-99. - 5) Clypeus durch eine deutliche Bogenlinie von der Stirn abgesetzt (Abb. 100). - 6) Augen klein, hinter den Augen sind immer deutlich verengte Schläfen ausgebildet (Abb. 100). - 7) Kopfunterseite ohne Fühlerfurchen (Abb. 101). - 8) Mesosternum flach nach hinten gezogen und sehr deutlich gekielt, sonst wie Abb. 102-108. ­9) Vorderschienen mit deutlichen Tarsenfurchen. Aussenkanten der Schienen stark bedornt. Leiodes : LATREILLE beschreibt seine Gattung Leiodes zum ersten Mal 1796: 22, dies ge­schieht mit ein paar Worten und ohne Angabe einer Typus-Art. Erst im Jahre 1802: 163 charakte­risiert er die Gattung genauer, und führt unter anderen Sphaeridium ferrugineum Fabricius an, die auch als Typus-Art für die Gattung Leiodes zu gelten hat. HATCH hält die erste Beschreibung LATREILLEs für ungültig,weil keine Typus-Art genannt wird, und führt sie 1929:13 als "nomen nu­dum". Dies ist jedoch nicht berechtigt, sonst müsste man alle beschriebenen Taxa von LINNE oder FABRICIUS als ungültig erklären, nur weil keine Typus-Art genannt ist. Leiodes Latreille, 1796 ist also eine gültige Beschreibung. Vor und nach LATREILLEs Beschreibung des Genus Leiodes wurden die Arten dieser Gattung von vielen Autoren in allen möglichen Gattungen geführt (Silpha , Volvoxis . Anisotoma , Tetratoma usw.). Diese sind jedoch bei den betreffenden Autoren durchwegs Mischgattungen, die Arten aus den verschiedensten Taxa einschliessen, deshalb werden sie hier nicht aufgeführt. Anisotoma auct: Die Gattungsnamen Anisotoma und Leiodes wurden von SCHMIDT in seinem hervorragenden Werk "Revision der deutschen Anisotomen, 1841" verwechselt. " Anisotoma" im Sinne SCHMIDTS ist Leiodes Latreille. Diese falsche Deutung SCHMIDTs wurde von vielen Autoren

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