S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)

Verbreitung: Tunesien. Länge 2,4 mm. Körper oval, schwach gewölbt, gelbbraun. Fühler gedrungen, mit sehr kräftiger Keule. Kopf gross, fein und zerstreut punktiert, am Scheitel mit einer Querfurche.Hals­schild fein und zerstreut punktiert, quer, hinter der Mitte am breitesten, Hinterecken breit abge­rundet. Flügeldecken konvex kurz oval, mit starken etwas verworrenen Punktreihen, Zwischen­räume gross flach und sehr fein punktiert (nach NORMAND). Der Typus dieser Art konnte trotz vieler Bemühungen nicht aufgefunden werden. Klarheit über die Identität der Art wird man jedoch erst bekommen, wenn dieser zur Untersuchung vorliegt. TRIARTHRON Markel Triarthron Märkel, 1840: 141 (Typus-Art: Triarthron maerkeli Märkel, 1840, durch Monotypie). Tribus Triarthrini Jeannel, 1962: 486-487. Die Gattung ist gut charakterisiert durch die grosse, nur 3-gliedrige Fühlerkeule (Abb. 36) und die Tarsenzahl 5-5-5. Weiter Merkmale sind: 1) Mandibeln auffallend lang, zusammen einen Spitzbogen bildend, linke Mandibel in der unteren Hälfte mit einem kleinen Zähnchen, rechte Man­dibel mit einem grossen, spitzen Zahn in der oberen Hälfte, sonst wie Abb. 27.-2) Maxillae und Labium mit Taster wie Abb. 28-29. - 3) Clypeus durch eine deutliche Bogenlinie von der Stirn ge­trennt, beim cf ist der Clypeus vorne tief halbkreisförmig ausgeschnitten und hautartig verlängert (Abb. 30). - 4) Augen gross, deutlich aus der Kopfwölbung hervortretend, hinter den Augen sind kurze, verengte Schläfen ausgebildet (Abb. 30). - 5) Kopfunterseite ohne Fühlerfurchen (Abb. 31). ­6) Mesosternum flach nach hinten gezogen, nicht gekielt, sonst wie Abb. 32-33. - 7) Alle Schienen schmal, zur Spitze nur 2 mal so breit wie an der Basis, ihre Aussenkanten nur spärlich und kurz bedornt. Triarthron maerkeli Märkel (Abb. 27-37) Triarthron märkelii Märkel, 1840: 141-142 (Lectotypus Ç: Saxonia; SMTD). - Hatch 1929: 12-13. ­Horion 1949: 131-132. - Peez 1971: 243-265. Triarthron tredli Obenberger, 1914: 103 (Holotypus $ : Croatie, Skrad, VII. 1913, leg. Obenberger; NMP), syn. n . - Hatch 1929: 13. Verbreitung: Stellenweise, ganz Europa. Länge 2,5-3,8 mm. Körper langoval, glänzend gelb-rotbraun, Fühlergeissel und Beine rot­braun, Fühlerkeule gelb. Fühler langgestreckt mit kräftiger, dreigliederiger Keule (Abb. 36). Kopf fein und weitläufig punktiert, auf der Stirn, in Höhe des Augenhinterrandes meist mit 2 runzeligen Quereindrücken. Halsschild fein und weitläufig punktiert, 2mal so breit wie lang, hinter der Mitte am breitesten, Hinterecken breit abgerundet. Flügeldecken langoval, in der Mitte am breitesten, Punkte der Hauptreihen grob und locker stehend, die Reihen oft unregelmässig und unterbrochen oder zusammenfliessend, 2. und 3. Punktreihe in der Mitte nach aussen ausgebuchtet, Zwischen­räume sehr fein und weitläufig punktiert, die vereinzelten grösseren Punkte in den abwechselnden Zwischenräumen feiner als die Punkte der Hauptreihen. Männchen: Clypeus vorne tief halbkreisförmig ausgeschnitten und hautartig verlängert (Abb. 30). Alle Tarsen leicht erweitert. Unterkante der Mittelschenkel fein gezähnt. In der Mitte der Hinterschenkel meist 3 kräftige Höcker (Abb. 37). Aedoeagus (Abb. 34-35) 0,46-0,61 mm. Weibchen: Clypeus vorne einfach, nicht tief eingebuchtet. T. maerkeli : in coli. MÄRKEL am Staatlichen Museum für Tierkunde, Dresden befanden sich 2 Syntypen dieser Art. Davon wurde jedoch nur noch ein etwas beschädigtes Exemplar aufge­funden. Dieses Tier wurde als Lectotypus festgelegt. Vom 2. Stück ist nichts mehr vorhanden, nur noch die leere Nadel mit dem Fundortetikett "Saxonia, coli. MÄRKEL". Die Namensgebung dieser Art ist etwas verwirrend. MÄRKEL teilte SCHMIDT ein Tier mit, dass er für eine neue Art und Gattung hielt. Er legte auch eine ausführliche Beschreibung bei und benannte das Tier " Triarthron anisotomoides " . SCHMIDT veröffentlichte in der Ent. Zeitung Stettin 1840, auf der Seite 141 die Urbeschreibung MÄRKELs unter dessen Namen, änderte aber den von MÄRKEL gewählten Namen " anisotomoides : und nannte die Art " maerkeli" , was er auf Seite 142 in einem Nachsatz berichtet.

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