S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)
zu gelten. Die restlichen 4 Männchen sind auch nicht als Paralectotypen anzusehen. L. scita auct.: Hier ist wieder eine unglaubliche Verwirrung entstanden, die auf REITTER zurückzuführen ist. ERICHSON, der ein hervorragender Kenner der Leiodiden war, und sehr genaue Beschreibungen lieferte, charakterisiert seine scita unter anderem: "Auf der Stirn die 4 gewöhnlichen, grösseren Punkte. Die Flügeldecken sind stark punktiert gestreift. Beim Männchen die äussere, untere Ecke der Hinterschenkel etwas vortretend, abgerundet, Hinterschienen der ganzen Länge nach leicht gebogen." REITTER jedoch charakterisiert scita wie folgt: "Stirn Jederseits mit nur einem grösseren Punkte. Streifen der Flügeldecken weitläufig, stark punktiert, die 2.-4. Dorsalreihe in der Mitte etwas winkelig gebrochen." Die männlichen Charaktere erwähnt er erst garnicht. Jedoch fügen spätere Autoren, wie HOLDHAUS, FLEISCHER, usw. noch hinzu, dass das Männchen von scita am Hinterschenkel einen grossen, spitzen Zahn trägt und die Hinterschienen kurz und gerade sind. Es fällt wohl sehr schwer, die Deutung von REITTER et auct. auf scita Erichson zu beziehen, jedoch passen alle angeführten Merkmale auf nigrita Schmidt. Um diese leidige Sache endlich abzuschliessen: Bei der Untersuchung der Typen stellte sich heraus, dass nigrita Schmidt nichts mit ruficollis J. Sahlberg (bicolor Brancsik) zu tun hat, sondern hierher gehört; scita Erichson ist synonym zu ferruginea Fabricius. L. dentifera , meridiana : Auch diese beiden Arten sind, wie bei HLISNIKOVSKY üblich, auf frei erfundenen Merkmalen begründet. Die Untersuchung der Holotypen zeigte, dass beide Arten keinen Unterschied zu nigrita aufweisen. So sind dentifera Hlisnikovsky und meridiana Hlisnikovsky synonym zu nigrita Schmidt zu stellen. Leiodes (Oosphaerula) carpathica (Gangibauer) (Abb. 409-412) Liodes (Oosphaerula) carpathica Gangibauer, 1896: 181 (Holotypus cf: Carpathen, Valea Vinului; NMW). - Hatch 1929: 40 ( Leiodes ). - Peez 1971: 243-265. - Horion 1949: 153-154. Liodes carpathica ab. obscurissima Roubal, 1928: 7 (Holotypus 2 : Polonia, Kroscienko, VII. 1924, leg. Tenenbaum; SNMV), syn. n . Verbreitung: südl. Mittel- Südost- Osteuropa. Länge 1,8-2,5 mm. Körper oval hochgewölbt, gelb-rotbraun Kopf Halsschild und FUhlerkeule angedunkelt. Fühler gestreckt mit schwach abgesetzter Keule, Endglied der Fühler nur wenig schmäler als das Vorletzte (Abb. 411). Kopf kräftig und dicht punktiert, 2x so breit als lang an der Basis am breitesten, Hinterecken scharf rechtwinkelig. Flügeldecken oval an der Schulterbeule am breitesten, Punkte der Hauptreihen fein und dichtstehend, Zwischenräume sehr fein und weitläufig punktiert. Männchen: Vorder- und Mitteltarsen leicht erweitert. Hinterschienen sehr lang und gerade (Abb. 412). Aedoeagus (Abb. 409-410) 0,41-0,49 mm. L. obscurissima : Ausser dem Holotypus befinden sich noch 2 weibliche Paratypen am Nationalmuseum Bratislava. Eine Untersuchung dieser Typen ergab, dass obscurissima Roubal lediglich ein jüngeres Synonym von carpathica Gangibauer ist, Leiodes (Oosphaerula) badia (Sturm) (Abb. 108, 413-416) Anisotoma badium Sturm. 1807: 41-42 (Lectotypus cf: Germania; ZMB). - Reitter 1884: 100 (Liodes ). - Strand 1957: 119-134 (Liodes ). - Allen 1965: 178-184 (Liodes ). - Gangibauer 1899a: 209, 226 (Llodes-Oosphaerula ). - Hatch 1929: 39-40 (Leiode3-Oosphaerula) . - Peez 1971: 243-265 (Liodes-Oosphaerula ). Anisotoma laevicollis CR.Sahlberg, 1833: 467-468 (Holotypus 9 : Fennia, Ylane; ZMUH). - Hatch 1929: 40 (Leiodes-Oosphaerula ). Anisotoma polita Grimmer, 1841: 40 (Typus verschollen, nec Silpha polita Marsham, 1802). Hatch 1929: 40 (Leiodes-Oosphaerula ?). Anisotoma moesta Hampe, 1850: 354-355 (Holotypus 2 : Austria, Seebenstein; NMW). - Hatch 1929: 40 (Leiodes-Oosphaerula ). Anisotoma similata Rye, 1870: 8-9 (Holotypus 2 : England: BM). - Hatch 1929: 40 (LeiodesOosphaerula ab.)