S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)
Männchen: Äussere Apikaiecke der Hinterschenkel in einen grossen spitzen Zahn ausgezogen. Hinterschienen von der Basis zur Spitze in gleichmässigem Bogen einfach nach hinten gekrümmt (Abb. 396). Aedoeagus (Abb. 394) 0,95-0,99 mm. (Der Innensack kann erst abgebildet werden, wenn mehrere cf zur Untersuchung vorliegen.) L. discontignyi : Am Mus. d' hist. nat. Paris befinden sich 2 Syntypen dieser Art, 1 cf , 1 2. Davon wurde das cf als Lectotypus, und das $ als Paralectotypus festgelegt. L. scutellaris : Der Typus dieser species konnte nirgends aufgefunden werden, und gilt somit als verschollen. FLEISCHER stellte die Art 1908: 27, 53 als Variation zu discontignyi . und hier sollte man sie auch belassen, solange der Typus nicht gefunden wird. L. clermonti : Das typische Exemplar dieser Art sollte sich am Mus. d' hist. nat. Paris befinden, es konnte jedoch trotz eifriger Nachsuche nicht gefunden werden. Nach der Originalbeschreibung und der Habitusabbildung PORTEVIN 1942: 75, Abb. 3 kann man jedoch eindeutig feststellen, dass clermonti Portevin ein jüngeres Synonym von discontignyi (Brisout) ist. Leiodes (Oosphaerula) rosai sp. n. (Abb. 398-399) Holotypus $ : Italia: Lombardia, Val Imagna, Cepino, 700 m, 2.1971, leg. V. ROSA (coll. DAFFNER). Länge 2,6 mm. Körper langoval (Abb. 399), rotbraun, Fühler und Beine gelbbraun.Fühler sehr langgestreckt, Endglied länger als breit, Aussenkante des Endgliedes ab dem vorderen Drittel stark nach innen abgeschrägt (Abb. 398). Kopf fein und dicht punktiert, mit nur 2 grösseren Stirnpunkten. Halsschild fein und dicht punktiert, knapp 2x so breit als lang, an der Basis am breitesten, Hinterecken stark nach hinten ausgezogen, Halsschildbasis in einfachem Bogen ausgeschnitten. Flügeldecken langoval, in der Mitte am breitesten, Punkte der Hauptreihen fein und dichtstehend, Zwischenräume sehr fein und weitläufig punktiert, die abwechselnden Zwischenräume mit wenigen grösseren Punkten besetzt. Vorderschienen zur Spitze nur 2, 5x so breit als an der Basis. Diese interessante neue Art ist von discontignyi , mit der sie die nur 2 Stirnpunkte gemeinsam hat, leicht zu unterscheiden durch: Die geringere Grösse, den fein aber dicht und deutlich punktierten Kopf und Halsschild, und die langovale nicht nach hinten zugespitzte Körperform. Ich erlaube mir diese schöne neue Art nach dem Entdecker, Signor VITTORIO ROSA, Milano, zu benennen. Leiodes (Oosphaerula) nitidula (Erichson) (Abb. 106, 400-404) Anisotoma nitidula Erichson, 1845: 74 (Holotypus cf: Erlangen, leg. Rosenhauer; ZMB). - Reitter 1884: 96 (Liodes ). - Gangibauer 1899b: 209, 228 (Liodes-Oreosphaerula ). - Hatch 1929: 3738 (Lelodes-Oreosphaerula ). - Horion 1949: 152 (Liodes-Oreosphaerula ). - Hlisnikovsky 1964a: 235-260 (Liodes-Oreosphaerula ). - Peez 1971: 243-265 (Liodes-Oreosphaerula ) . Liodes (Oreosphaerula) rambouseki Fleischer, 1923: 55 (Holotypus cf : Savin Alp., Ravni, 14.7. 1907, leg. Rambousek; NMP), syn. n . - Hatch 1929: 38 (Leiodes ). - Hlisnikovsky 1964a: 235260. - Peez 1971: 243-265. Verbreitung: Bayerische Alpen, Ostrand der Österreichischen Alpen, Nordjugoslawien. Länge 3-3,3 mm. Körper breitoval (Abb. 404), gelb-rotbraun, Fühler und Beine gelbbraun. Fühler gestreckt, Endglied wenig länger als breit, Aussenkante des Endgliedes ab der Mitte leicht abgeschrägt (Abb. 402). Kopf kräftig und dicht punktiert, mit 4 grösseren Stirnpunkten. Halsschild sehr fein und oberflächlich punktiert, 2x so breit als lang, an der Basis am breitesten, Hinterecken deutlich nach hinten ausgezogen, Halsschildbasis in flachem Bogen ausgeschnitten. Flügeldecken oval, an der Basis am breitesten, Punkte der Hauptreihen kräftig und dichtstehend, Zwischenräume fein und locker aber deutlich sichtbar punktiert, die abwechselnden Zwischenräume mit wenigen grösseren Punkten besetzt. Vorderschienen zur Spitze 2, 5-3x so breit als an der Basis. Männchen: Vordertarsen leicht erweitert. Hinterschienen in einfachem Bogel leicht nach innen gekrümmt (Abb. 403). Aedoeagus (Abb. 400 und 401) 0,77-0,84 mm. L. nitidula : Der Originaltypus dieser Art, mit dem handgeschriebenen Fundortzettel "ROSENHAUER, Erlangen", befindet sich am Zool. Mus. Berlin. Dieses Tier wurde als Holotypus festgelegt. Wie schon HORION 1949: 152 berichtet, kann dieses Tier wohl kaum aus Erlangen stammen,